Darum gehts
- Savannah Guthries Mutter wird seit 31. Januar vermisst
- Mutmassliche Entführer fordern Millionen-Lösegeld in Bitcoin
- FBI setzt 38'000 Franken Belohnung für Hinweise zur Aufklärung aus
Noch immer bangt die US-Moderatorin Savannah Guthrie (54) um ihre 84 Jahre alte Mutter. Seit Samstagabend fehlt von der Dame jede Spur. Die Polizei geht davon aus, dass sie entführt wurde.
Auch das FBI hat sich eingeschaltet und eine Belohnung in der Höhe von 38'000 Franken ausgesetzt. Auch US-Präsident Donald Trump (79) versprach, alles Erdenkliche zu tun, um die 84-Jährige wohlbehalten nach Hause zu bringen.
Bitcoins und Trittbrettfahrer
Wie die «New York Post» am Freitag schreibt, haben sich die vermeintlichen Entführer mit einem Schreiben gemeldet. In einem Brief an TMZ stehe, dass sich die Frau zwar «in Sicherheit» befinde, aber «verängstigt» sei. Bereits zwei Tage nach dem Verschwinden Guthries erhielt ihre Tochter ein Schreiben mit einer Lösegeldforderung in Millionenhöhe. Die Auszahlung sollte via Bitcoin passieren, um «gravierende Konsequenzen» zu vermeiden.
Bei diesem Schreiben soll es auch bleiben. «Sie sagen, dass dies ihre einzige und letzte Kommunikation sein wird und dass sie mit den Verhandlungen fertig seien», sagte TMZ-Chef Harvey Levin.
Die Familie der verschwundenen Frau erhielt am Mittwoch darüber hinaus noch eine SMS, in der stand: «Habt ihr die Bitcoins erhalten? Wir warten auf unserer Seite auf die Transaktion.» Bei dieser Nachricht handelte es sich aber gemäss Janke, Sonderagent und Leiter des FBI-Büros in Phoenix, um einen sogenannten Trittbrettfahrer.
Verdächtiger dementiert Lösegeldforderung
Dieser konnte prompt am Donnerstag dingfest gemacht werden. Dem Verdächtigen, Derrick Callella, wird laut einer Bundesanklage vorgeworfen, von Mitgliedern der Familie Guthrie Bitcoin gefordert zu haben. Nach seiner Verhaftung gab er zu, die SMS verschickt gehabt zu haben. Mit der echten Lösegeldforderung habe er aber nichts zu tun, beteuert er.
Die Behörden gehen davon aus, dass Nancy Guthrie von zu Hause entführt worden war. Man müsse nun die Bilder der Überwachungskamera auswerten, heisst es weiter. Das Verschwinden der 84-Jährigen hatte ihre Familie am Sonntag bemerkt. Im Eingangsbereich des Hauses sei eine Blutspur gefunden worden, die sich Nancy Guthrie zuordnen liess. Ob es noch weitere Spuren oder Hinweise gibt, ist nicht bekannt.
Klar ist aber, dass in der Lösegeldforderung zwei Fristen erwähnt werden. Die erste von zwei genannten Fristen ist gestern Abend bereits ausgelaufen. Die zweite Frist zielt auf Montag.