Selenski über Verhandlungen mit Putin
«Ich habe keine Gefühle für ihn»

Ein schnelles Ende des Ukraine-Kriegs ist weiterhin nicht in Sicht. Nach den neusten Verhandlungen in Genf hat sich Selenski zum aktuellen Stand geäussert. Er betont: «Ich brauche diesen historischen Shit nicht.»
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Selenski spricht über seine Gefühle gegenüber Putin.
Foto: IMAGO/Bihlmayerfotografie

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Selenski fordert schnelles Kriegsende in Ukraine, lehnt historische Debatten ab
  • Er will bei Gesprächen mit Putin praktische Lösungen statt Emotionen finden
  • Selenski betont, dass er keinerlei persönliche Gefühle gegenüber Putin hegt
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Janine EnderliRedaktorin News

Der Ton ist scharf, die Botschaft eindeutig: Wolodimir Selenski (48) hat in einem neuen X-Beitrag klargestellt, dass geschichtliche Debatten bei Beendigung des Krieges in seinem Land fehl am Platz seien. «Ich brauche diesen historischen Shit nicht.» 

Angesprochen auf Verhandlungen stellte Selenski klar, dass jetzt ein schnelles Kriegsende angestrebt werden müsse, anstatt Zeit mit der Diskussion historischer Narrative oder der Gründe für Russlands Invasion in der Ukraine zu verschwenden. 

«Ich hege keinen Groll gegen ihn»

Geschichte sei oft nur ein Vorwand, um Entscheidungen hinauszuzögern. «Es ist eine Verzögerungstaktik.» 

In einem Interview mit dem Moderator Piers Morgan (60) betonte Selenski zudem, dass er bei einem allfälligen Aufeinandertreffen mit Kremlchef Wladimir Putin (73) nicht emotional werden würde. «Ich werde mich ausschliesslich auf praktische Lösungen konzentrieren.» 

«Es gibt keine Gefühle»

Selenski unterstrich, dass er direkte Gespräche pragmatisch und sachlich führen wolle. Sein Fokus liege ausschliesslich darauf, ein konkretes Ergebnis zur Beendigung des Krieges zu erreichen. 

«Ich hege keinen persönlichen Groll gegen ihn. Keine Gefühle, überhaupt keine. Ich bin mir nicht sicher, ob er meine Argumente anhören wird, und das brauche ich auch nicht, denn ich bin nicht der Aggressor und muss Aggression nicht rechtfertigen.»

Selenski hat wiederholt seine Bereitschaft zu einem direkten Gipfel mit Putin ausgesprochen. Russland seinerseits hat Selenski nach Moskau eingeladen. Für Selenski ist das jedoch keine Option. Er sei jedoch bereit, Putin in jedem anderen Land als Russland und Belarus zu treffen. 

«Auch nächstes Treffen in der Schweiz»

Ein nächstes Treffen zwischen den ukrainischen und russischen Delegationen werde ebenfalls hierzulande stattfinden, so Selenski. «Ich wollte nur betonen, dass auch das nächste Treffen in der Schweiz stattfinden wird.»

Das Positive sei, dass die Gespräche in Europa stattfinden. «Ich denke, das Positive daran ist, dass wir ein Treffen in der Schweiz hatten. Ich meine, das ist sehr wichtig. Ich betone das immer wieder, bei allem Respekt für den Nahen Osten und andere Länder, aber ich denke, wenn Krieg in Europa herrscht, dann müssen wir einen Ort finden, und die Menschen, die Europäer, müssen spüren, dass dies ein Angriff auf uns und auf Europa ist», sagte Selenski laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

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