Darum gehts
- Donald Trump gab am Donnerstag eine Erklärung gegen Drogenepidemie
- US-Präsident bezeichnete opioides Fentanyl als Massenvernichtungswaffe
- Enger Trump-Vertrauter Witkoff sprach über Verlust von Sohn durch Onlinepillen
Am Donnerstagabend Ortszeit hat US-Präsident Donald Trump (79) im Weissen Haus eine dramatische Warnung vor der Drogenepidemie ausgesprochen. Er fokussierte sich stark auf Fentanyl, das er als grösste Bedrohung für Amerika brandmarkte. Trump kündigte neue harte Massnahmen an, um den Kampf gegen die Krise zu verschärfen.
Fentanyl als Massenvernichtungswaffe
Trump stufte Fentanyl offiziell als Massenvernichtungswaffe ein, vergleichbar mit einer chemischen Bombe. Schon zwei Milligramm reichten für eine tödliche Dosis, die Hunderttausende Amerikaner das Leben kostete. Er machte China und Mexiko verantwortlich für den Schmuggel über die Südgrenze.
Emotionaler Witkoff
Trumps Russland- und Gaza-Gesandter Steve Witkoff (68), ein enger Vertrauter des Präsidenten, ergriff bei der Pressekonferenz emotional das Wort. Sein Sohn Zachary starb 2011 an einer Überdosis nach dem Kauf von Pillen online, was Witkoff als «verheerenden Verlust» beschrieb. Er forderte härtere Strafen für Onlinehändler grosser Konzerne.
Neue Sanktionen und Militäreinsatz
Trump sagte vor versammelten Medien: «Schätzungsweise 300'000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von Drogen- und Alkoholmissbrauch. Glücklicherweise sind die Todesfälle durch Drogenüberdosen im letzten Jahr um 21 Prozent zurückgegangen.»
Er unterzeichnete ein Dekret, das Aussen- und Finanzministerium anweist, Fentanyl-Netzwerke zu zerschlagen und Assets zu frieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) und Grenzschutzchef Tom Homan (64) waren dabei, um den harten Kurs zu unterstreichen. Trump sprach von einem «Krieg», der Familien zerstört.
In der Schweiz noch keine Bedrohung
Fentanyl stellt derzeit keine grosse Bedrohung für die Schweiz dar. Es gibt vereinzelte Nachweise in Drogenproben, vor allem in Städten wie Zürich und Basel, aber keine weitverbreitete Krise wie in den USA.
Die Schweiz beobachtet Fentanyl engmaschig durch Drogenprüfungen und Polizei-Beschlagnahmungen. Synthetische Opioide wie Fentanyl tauchen selten auf, meist als Beimischung zu Heroin, ohne signifikante Todesfälle oder Überdosierungen. Heroinkonsum nimmt sogar ab, und Fentanyl-Fälle bleiben Einzelfälle bis 2025.
Stark zu nimmt in der Schweiz hingegen der Konsum von Crack-Kokain.