Darum gehts
- Iranische Schnellboote näherten sich am Dienstag Tanker vor Oman
- Boote mit Maschinengewehren forderten Kapitän auf, Maschinen zu stoppen
- Vorfall ereignete sich 16 Seemeilen nördlich der omanischen Küste
Die Spannungen im Nahen Osten scheinen zuzunehmen. Am Dienstagabend kam es im Arabischen Meer zu einem heiklen Vorfall. Die Strasse von Hormus ist nur wenige hundert Kilometer vom Arabischen Meer entfernt. Die US-Marine hat dabei eine Drohne abgeschossen haben, die sich dem US-Flugzeugträger Abraham Lincoln genähert hat. Dies bestätigte der Kapitän des Schiffes.
«Die USS Abraham Lincoln befand sich im Arabischen Meer, etwa 800 Kilometer vor der Südküste Irans, als eine iranische Shahed-139-Drohne erfolglos auf das Schiff zusteuerte. Trotz der von US-Streitkräften in internationalen Gewässern eingeleiteten Deeskalationsmassnahmen flog die iranische Drohne weiter auf das Schiff zu», sagte Kapitän Tim Hawkins, Sprecher des US Central Command (CENTCOM). Laut Hawkins schoss ein F-35C-Kampfjet die iranische Drohne in Notwehr ab und schützte so das Schiff und seine Besatzung. Es wurden keine US-Soldaten verletzt und keine Ausrüstung beschädigt. «Die Streitkräfte des CENTCOM arbeiten mit höchster Professionalität und gewährleisten die Sicherheit von US-Personal, Schiffen und Flugzeugen im Nahen Osten. Anhaltende iranische Belästigungen und Drohungen in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum werden nicht toleriert.» «Irans unnötige Aggression in der Nähe von US-Streitkräften, regionalen Partnern und der Handelsschifffahrt erhöht das Risiko von Kollisionen, Fehlkalkulationen und regionaler Destabilisierung», sagte Hawkins.
Boote nähern sich US-Tanker
Iranische Kanonenboote sollen sich am Dienstagmorgen zudem einem unter US-Flagge fahrenden Tanker angenähert haben. Die britische Organisation UK Maritime Trade Operations (UKMTO) meldete am Dienstag einen Vorfall mit «verdächtiger Aktivität» rund 16 Seemeilen nördlich der Küste Omans.
Berichten zufolge wurde der Tanker von drei Paaren iranischer Kanonenboote angefahren, die mit Maschinengewehren ausgerüstet gewesen sein sollen.
Die Boote sollen über Funk Kontakt mit dem Schiff aufgenommen haben und forderten den Kapitän auf, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein Entern vorzubereiten. Iranische Behörden dementieren derweil einen solchen Vorfall. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Fars schreibt, sei ein Schiff ohne Genehmigung in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen, daraufhin verwarnt worden und habe die Gewässer anschliessend sofort verlassen. Die Sicherheit sei nicht bedroht gewesen.