Per Dekret geändert
Äquatorialguinea hat eine neue Hauptstadt

Der Präsident von Äquatorialguinea hat die Hauptstadt Malabo durch Ciudad de la Paz ersetzt. Dies, um die «Dezentralisierung» zu fördern – die Ex-Hauptstadt wuchs zu schnell.
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Die neue Hauptstadt liegt 70 Kilometer von Obiangs Heimatregion entfernt.
Foto: IMAGO/SNA

Darum gehts

  • Ciudad de la Paz wird neue Hauptstadt von Äquatorialguinea, per Dekret erklärt
  • Grund: Dezentralisierung und Probleme durch Wachstum in Malabo und Bata
  • Seit 1979 regiert Obiang nach Putsch gegen seinen Onkel
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Äquatorialguinea hat eine neue Hauptstadt: Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo erklärte per Dekret Ciudad de la Paz zur Hauptstadt des Landes. Zuvor war Malabo das Zentrum des westafrikanischen Staates, der als einziges Land in Afrika Spanisch als Amtssprache führt.

Der überraschende Wechsel soll zur «Dezentralisierung» beitragen, so das Dekret. Malabo und Bata, die grössten Städte, kämpften mit «unkontrolliertem Wachstum», was zu Problemen bei der Stadtplanung, Überlastung von Versorgungssystemen und regionaler Ungleichheit geführt habe. Ciudad de la Paz hingegen biete Platz für modernes Wachstum und bessere Anbindung an andere Regionen. Die Stadt liegt 70 Kilometer von Obiangs Heimatregion entfernt.

Obiang, seit 1979 an der Macht, übernahm die Führung nach einem Putsch gegen seinen Onkel. Trotz regelmässiger Wahlen werden kaum demokratischen Standards in Äquatorialguinea erfüllt. Der Präsident ist bekannt für seine weitreichenden Machtbefugnisse und politische Kontrolle.

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