Pazifik
Zwei Tote bei Angriff auf mutmassliches Drogenboot

Im Pazifik griff das US-Militär am Freitag ein angeblich mit Drogen beladenes Boot an. Zwei Personen starben, eine überlebte. Das Boot war laut Militärangaben auf einer bekannten Schmuggelroute unterwegs.
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Die USA haben ein weiteres mutmassliches Drogenboot im Pazifik hochgehen lassen.
Foto: X

Darum gehts

  • US-Militär griff am Freitag Drogenboot im Pazifik an, zwei Tote
  • Boot von terroristischer Organisation auf Schmuggelroute betrieben, eine Person überlebte
  • Seit September über 100 Tote bei Angriffen auf mutmassliche Drogenschmuggler
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein mutmasslich mit Drogen beladenes Boot angegriffen. Zwei Menschen seien dabei am Freitag getötet worden, eine Person habe überlebt, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Nach dem Angriff sei direkt die US-Küstenwache informiert worden, um Such- und Rettungsbemühungen für die überlebende Person zu aktivieren, hiess es. Wozu das geführt hat – also ob die Person von der Küstenwache gerettet wurde oder nicht – ging aus auch von Pentagon-Chef Pete Hegseth (45) geteilten Post nicht hervor.

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Das angegriffene Boot sei von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden und auf einer bekannten Route von Drogenschmugglern unterwegs gewesen, teilte Southcom mit.

Es handelt sich um den ersten offiziell bekannten Angriff der USA auf ein mutmasslich mit Drogen beladenes Boot seit dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro (63). US-Spezialkräfte hatten ihn und seine Frau am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen angeblicher Verwicklungen in den Drogenhandel der Prozess gemacht werden.

Zuvor hatten US-Streitkräfte seit Anfang September unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse immer wieder Schnellboote angegriffen, die mit Rauschgift beladen sein sollen. Dabei wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 100 Menschen getötet. Die US-Regierung bezeichnet die Opfer durchweg als Drogenschmuggler und «Terroristen», wird für die aussergerichtlichen Tötungen aber heftig kritisiert. Experten argumentieren, die Angriffe seien völkerrechtlich nicht zulässig.

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