Paar versuchte, einem Attentäter die Waffe zu entreissen
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Anschlag beim Bondi Beach:Paar versucht, einem Attentäter die Waffe zu entreissen

Neue Aufnahmen zeigen
Ehepaar will Bondi-Terroristen stoppen – und stirbt

Bei einem Angriff von zwei Schützen am Bondi Beach in Sydney sind nach Angaben der Polizei mindestens 16 Personen gestorben. Unter den Toten ist auch mindestens ein Kind. Am Strand hatte an ein jüdisches Fest stattgefunden.
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Hier soll einer der Täter zu sehen sein. Es handelt sich um Naveed A., einen 24-jährigen Pakistani.
Foto: x.com

Darum gehts

  • Schüsse am Bondi Beach: Mindestens 16 Menschen getötet
  • Polizei mit Helikoptern und Booten im Einsatz am berühmten Strand
  • Einer der Angreifer getötet
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
16.12.2025, 18:00 Uhr

Ende des Livetickers

Liebe Blick-Leserin, lieber Blick-Leser

An dieser Stelle beenden wir unseren Liveticker zum Terror-Anschlag am Bondi Beach. Alles Weitere erfährst du auf Blick.ch.

16.12.2025, 13:07 Uhr

Mutter von getöteter Matilda (†10): «Was ist das für ein Monster?»

Die kleine Matilda (†10) starb beim Anschlag vom Bondi Beach. Sie ist das jüngste Opfer des antisemitischen Terrorangriffs. Am Dienstag sprach ihre Mutter an einer Gedenkstelle am Bondi Beach über den schrecklichen Verlust ihrer Tochter. 

«Ich hätte nie gedacht, dass ich meine Tochter hier verlieren würde», zitiert «The Guardian» die Frau. Laut der Zeitung kann die Mutter kaum sprechen. Die Familie sei vom Ukraine-Krieg nach Australien geflüchtet, um Schutz zu suchen. Es sei unverständlich, dass gerade hier so etwas Schreckliches passieren musste. 

«Ich kann mir nicht vorstellen, was für ein Monster auf dieser Brücke steht und ein kleines Mädchen sieht, das zu ihrem Vater rennt, um sich bei ihm zu verstecken, und er einfach den Abzug drückt ...» Anschliessend versagt der Mutter die Stimme. 

Matilda starb am Sonntagabend in einem Spital, wie ihre Tante später auf Facebook bestätigte. 

Foto: AFP
16.12.2025, 12:38 Uhr

Bondi-Anschlag: Ehepaar stirbt bei Versuch, Massaker zu stoppen

Während die Attentäter um sich schossen, versuchte ein mutiges Ehepaar, den Schützen Sajid A. (†50) zu stoppen und ihm die Waffe zu entreissen. Dies berichten mehrere Medien am Dienstag. Bei dem beherzten Eingreifen kam das russisch-jüdische Ehepaar Boris (†69) und Sofia (†61) Gurman ums Leben, wie die Nachrichtenplattform «news.com.au» berichtet. 

Paar versuchte, einem Attentäter die Waffe zu entreissen
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Anschlag beim Bondi Beach:Paar versuchte, einem Attentäter die Waffe zu entreissen

Boris Gurman hatte lange mit A. gerungen und um sein Leben und das Leben vieler unschuldiger Menschen gekämpft. 

Aufnahmen ihres mutigen Eingreifens verbreiteten sich am Dienstagmorgen in den sozialen Medien. «Sie sind auch Helden», heisst es in zahlreichen Beiträge. 

Ein Zeuge, der vom Sender ABC zitiert wird, hatte sich während des Angriffs in Sicherheit gebracht. Von seinem Versteck aus sah er, wie das Paar später reglos inmitten der «Spur der Zerstörung» am Boden lag, berichtete er. Das Ehepaar sei Arm in Arm gestorben.

Mittlerweile bestätigen auch Freunde, dass das Ehepaar bei dem Anschlag vom Sonntag ums Leben gekommen ist. Eine Freundin sagte gegenüber dem Nachrichtenportal, sie habe «zwei Tage lang geweint».

Das russisch-jüdische Paar aus Bondi, das einen Sohn hat, wurde kurz nach den Ereignissen am Sonntag als vermisst gemeldet. 

Hier versucht das Ehepaar, A. zu stoppen.
16.12.2025, 12:24 Uhr

Bondi-Beach-Angreifer Sajid A. (†50) stammte aus Indien

Am Dienstag werden neue Details zu Bondi-Attentäter Sajid A. (†50) bekannt: Der 50-Jährige stammte ursprünglich aus Indien und befand sich zuletzt 2022 im Land. Dies geht aus einer Pressemitteilung der indischen Behörden hervor. 

Die indische Polizei erklärte, dass die Familie des Mannes keinerlei Kenntnis von seiner Radikalisierung hatte. In einer offiziellen Mitteilung gab die Polizei bekannt, dass A. ursprünglich aus der Stadt Hyderabad stammte. 

Nach seiner Auswanderung nach Australien sei er sechsmal nach Indien zurückgekehrt. Über seine Zeit vor der Ausreise liegen der indischen Polizei keine Aufzeichnungen vor.

16.12.2025, 12:06 Uhr

Philippinen bestätigen: Bondi-Attentäter waren hier

Die philippinischen Behörden bestätigen die Einreise der beiden mutmasslichen Attentäter von Bondi Beach gut einen Monat vor der Tat. Vater und Sohn hätten sich zwischen dem 1. und 28. November 2025 auf den Philippinen aufgehalten, teilte die Einwanderungsbehörde in Manila mit. 

Zuvor hatten Medien berichtet, dass Vater und Sohn vor dem Attentat auf den Philippinen in einem Trainingslager gewesen seien. Sie hätten dort eine «militärähnliche Ausbildung» erhalten, berichtete unter anderem der australische Fernsehsender ABC unter Berufung auf Sicherheitskreise.

16.12.2025, 10:19 Uhr

Bondi-Terrorist aus Koma erwacht

Naveed A. ist aus dem Koma erwacht und wird von der Polizei verhört. Das berichten australische Medien. Sein Vater wurde bei dem Terror-Anschlag erschossen. 

Naveed A. wurde wiederbelebt und im Spital in ein Koma versetzt.

15.12.2025, 16:53 Uhr

Held von Bondi Beach meldet sich in Videobotschaft

Ahmed el Ahmed (43) meldet sich jetzt selbst zu Wort! In einer Videobotschaft sieht man den Helden von Bondi Beach in seinem Spitalbett, augenscheinlich nach einer Operation. «Betet für mich. Betet für meine Gesundheit», bittet Al Ahmed. 

Nur Gott wisse, wie schwer seine Operation gewesen sei. «Betet, dass Gott mich aus dieser Situation herausholt», sagt er. Der Held von Bondi Beach wirkt erschöpft.

«Bitte betet für meine Gesundheit»
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Held vom Bondi Beach:«Bitte betet für meine Gesundheit»
15.12.2025, 11:54 Uhr

«Er war Soldat bei der Polizei» – Vater spricht über Held von Bondi Beach

Der 43-jährige Obstverkäufer, der einen der Attentäter daran hinderte, noch mehr Menschen zu erschiessen, befindet sich noch immer im Spital. Nun äussern sich seine Angehörigen zu den Geschehnissen.

«Mein Sohn ist ein Held», sagt sein Vater gegenüber ABC News. «Er war Soldat bei der Polizei und zentralen Sicherheitskräften. Er verteidigt Menschen», sagt er weiter. Er sei stolz und fühle sich geehrt, der Vater des australischen Helden zu sein.

«Er hat den Drang Menschen zu beschützen»
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Eltern des Helden von Sydney:«Er hat den Drang Menschen zu beschützen»

Seine Mutter ist dankbar, dass die Schüsse seine Hand und seine Schulter trafen und ihm nichts Schlimmeres zugestossen ist. Ein Cousin von Ahmed el Ahmed sagt, dass er noch mehrere Operationen benötigen werde.

Chris Minns, Premierminister von New South Wales, besuchte den Helden Australiens kurz nach dessen Operation im Spital. «Ahmed ist ein wahrer Held. Es war mir eine Ehre, eben Zeit mit ihm zu verbringen und ihm den Dank der Menschen in ganz New South Wales zu übermitteln», schreibt Minns zu einem Post auf X.

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15.12.2025, 09:19 Uhr

Schweizerinnen und Schweizer in Australien gesucht

Bist oder warst du gerade am Bondi Beach in Sydney oder in der Nähe? Dann melde dich bei uns!

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15.12.2025, 09:05 Uhr

«Er hat zwei Schusswunden» – Cousin spricht über heldenhaften Einsatz

Nachdem sich Ahmed el Ahmed (43) auf den Schützen stürzte und ihm die Waffe entriss, wurde er angeschossen. In einem TV-Interview sagt sein Cousin: «Er hat zwei Schusswunden.» Eine in der Schulter und eine an der Hand, sagt er.

«Er ist ein Held, 100 Prozent Held!»
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Cousin von Helfer:«Er ist ein Held, 100 Prozent Held!»

«Die Ärzte sagen, es gehe ihm gut», erklärt er den Kameras vor dem Spital. Er werde aber noch operiert, sagt er. Sein Cousin sei ein wahrer Held, «zu 100 Prozent». Nun warte er darauf, ihn sehen zu dürfen.

Berichten zufolge werden noch 27 Opfer in Spitälern versorgt. Sechs davon befänden sich noch immer in kritischem Zustand, heisst es. Weitere sechs seien in kritischem, aber stabilen Zustand, teilen die australischen Gesundheitsbehörden mit.

Panik am Bondi Beach in Sydney, Australien. Zwei Personen schiessen dutzende Male auf die dort versammelten Menschen. Insgesamt mindestens 16 Personen sterben, bestätigt die Polizei. Auch einer der Angreifer ist getötet worden. Es ist der schlimmste Amoklauf in Australien seit fast 30 Jahren.

Weiter wurden Dutzende Menschen verletzt, darunter zwei Polizisten und der zweite Angreifer. Letzterer befindet sich laut Angaben der Polizei in kritischem Zustand.

Hier wird einer der Schützen überwältigt
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Mutiges Eingreifen:Hier überwältigt ein Passant einen der Schützen

Aktuell bestehe laut ABC News keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit. Rettungskräfte und Polizei sind aber weiterhin vor Ort. Die Polizei ruft die Bevölkerung nach wie dazu auf, das betroffene Gebiet zu meiden. Für den Bondi Beach gab es auch noch Stunden nach dem Angriff eine laufende Bombendrohung. Um 13 Uhr berichtete der lokale Sender 7News, die Sprengsätze seien vom Tatort entfernt worden.

Jüdisches Fest am Strand

Laut der «Daily Mail» habe am Strand ein grösseres Festival zum jüdischen Feiertag Chanukka stattgefunden. Der Polizeikommandant von New South Wales bestätigte an einer Pressekonferenz, dass dieses Festival das Ziel des Anschlags gewesen ist. Die Behörden stufen den Angriff damit als Terroranschlag ein.

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) sprach schon vor der offiziellen Pressekonferenz von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde. «In genau diesen Momenten sind unsere Schwestern und Brüder in Sydney, Australien, von abscheulichen Terroristen angegriffen worden», wird er von seinem Büro zitiert.

«Angriff wurde gezielt auf jüdische Gemeinde gerichtet»
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Chris Minns:«Angriff wurde gezielt auf jüdische Gemeinde gerichtet»

«Die Szenen in Bondi sind schockierend»

Ein Augenzeuge erzählt 7News, er habe zuerst gedacht, es gäbe ein Feuerwerk. «Der Lärm war ohrenbetäubend. Wir versteckten uns hinter der Kletterwand, und die Kugeln flogen ununterbrochen.» Beim Chanukka-Fest seien auch viele Kinder anwesend gewesen. «Es gab viele Angebote für Kinder wie Seifenblasen, Spielfiguren oder Klettern», erzählt er. «Es waren sehr viele Kinder da, wahrscheinlich um die 100, und natürlich auch Erwachsene.»

«Die Szenen in Bondi sind schockierend und erschütternd», sagt der australische Premierminister Anthony Albanese (62) in einem Statement. «Ich fordere alle Personen in der Umgebung dringend auf, den Anweisungen der Polizei von New South Wales Folge zu leisten», heisst es weiter.

Die ersten Worte von Premierminister Anthony Albanese
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«Werden den Hass ausmerzen»:Die ersten Worte von Premierminister Anthony Albanese
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