Darum gehts
- Schüsse am Bondi Beach: Mindestens 16 Menschen getötet
- Polizei mit Helikoptern und Booten im Einsatz am berühmten Strand
- Einer der Angreifer getötet
Panik am Bondi Beach in Sydney, Australien. Zwei Personen schiessen dutzende Male auf die dort versammelten Menschen. Insgesamt mindestens 16 Personen sterben, bestätigt die Polizei. Auch einer der Angreifer ist getötet worden. Es ist der schlimmste Amoklauf in Australien seit fast 30 Jahren.
Weiter wurden Dutzende Menschen verletzt, darunter zwei Polizisten und der zweite Angreifer. Letzterer befindet sich laut Angaben der Polizei in kritischem Zustand.
Aktuell bestehe laut ABC News keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit. Rettungskräfte und Polizei sind aber weiterhin vor Ort. Die Polizei ruft die Bevölkerung nach wie dazu auf, das betroffene Gebiet zu meiden. Für den Bondi Beach gab es auch noch Stunden nach dem Angriff eine laufende Bombendrohung. Um 13 Uhr berichtete der lokale Sender 7News, die Sprengsätze seien vom Tatort entfernt worden.
Jüdisches Fest am Strand
Laut der «Daily Mail» habe am Strand ein grösseres Festival zum jüdischen Feiertag Chanukka stattgefunden. Der Polizeikommandant von New South Wales bestätigte an einer Pressekonferenz, dass dieses Festival das Ziel des Anschlags gewesen ist. Die Behörden stufen den Angriff damit als Terroranschlag ein.
Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) sprach schon vor der offiziellen Pressekonferenz von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde. «In genau diesen Momenten sind unsere Schwestern und Brüder in Sydney, Australien, von abscheulichen Terroristen angegriffen worden», wird er von seinem Büro zitiert.
«Die Szenen in Bondi sind schockierend»
Ein Augenzeuge erzählt 7News, er habe zuerst gedacht, es gäbe ein Feuerwerk. «Der Lärm war ohrenbetäubend. Wir versteckten uns hinter der Kletterwand, und die Kugeln flogen ununterbrochen.» Beim Chanukka-Fest seien auch viele Kinder anwesend gewesen. «Es gab viele Angebote für Kinder wie Seifenblasen, Spielfiguren oder Klettern», erzählt er. «Es waren sehr viele Kinder da, wahrscheinlich um die 100, und natürlich auch Erwachsene.»
«Die Szenen in Bondi sind schockierend und erschütternd», sagt der australische Premierminister Anthony Albanese (62) in einem Statement. «Ich fordere alle Personen in der Umgebung dringend auf, den Anweisungen der Polizei von New South Wales Folge zu leisten», heisst es weiter.