Nach tragischem Tod von Joel (†6) aus Pragsdorf (D)
Diese Kindermorde erschütterten Deutschland

Der kleine Joel aus Pragsdorf (D) musste auf grausame Art und Weise sterben. Ein 14-Jähriger soll ihn erstochen und in einer Hecke liegen gelassen haben. Joel ist kein Einzelfall – in Deutschland kommt es immer wieder zu Kindermorden. Blick liefert eine Übersicht.
Publiziert: 27.09.2023 um 17:04 Uhr
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Mitte September wurde Joel (†6) in Pragsdorf mutmasslich von einem Teenager (14) umgebracht.

Am Dienstag sorgte ein tragischer Todesfall in Pragsdorf (D) für Schlagzeilen. Der kleine Joel (†6) wurde auf gewaltsame Art und Weise aus dem Leben gerissen. Der Polizei zufolge ist er Opfer einer Messerattacke geworden – sein kleiner Körper wies mehrere Stichverletzungen auf. Unfassbar: Die Tat soll von einem gerade mal 14-jährigen Jungen verübt worden sein. Er sitzt derzeit in U-Haft.

Joels Familie ist mit ihrem tragischen Schicksal nicht alleine. Immer wieder kommt es in Deutschland zu Kindermorden. Einige davon haben für besonders grosses Aufsehen gesorgt. Blick liefert dir eine Übersicht.

1

Luise (†12): Im Wald von Freundinnen ermordet

Der tragische Tod von Luise aus Freudenberg (D) schockte ganz Deutschland. Die Zwölfjährige ging im März dieses Jahres mit zwei Klassenkameradinnen (12 und 13) in den Wald und kehrte nie wieder zurück. 

Die beiden hatten Luise in den Wald gelockt, um sie dort auf grausame Art und Weise zu töten. Während die ältere der beiden Luise festhielt, stach die Haupttäterin immer wieder zu. Kaum zu fassen: Luises Leiche war mit über 70 Messerstichen übersät. Experten sprachen damals von «Übertöten». 

Vor der Bluttat sollen die Täterinnen Luise gemobbt und schikaniert haben. Dass sich das Mobbing- und spätere Todesopfer schliesslich deswegen im Vertrauen an Erwachsene gewandt hatte, passte ihren Schulkameradinnen ganz und gar nicht. Aus Rache sollen sie schliesslich die grauenvolle Tat verübt haben.

2

Lena (†10): Im Jugendheim sexuell missbraucht und getötet

Kaum sind die Schlagzeilen um Luise abgeflacht, sorgte der nächste Fall für Entsetzen. In einem Kinderheim im bayerischen Wunsiedel wurde im April ein zehnjähriges Mädchen teils unbekleidet tot aufgefunden. Beim Opfer handelte sich um die Heimbewohnerin Lena. Sie wurde nicht nur getötet, sondern auch sexuell missbraucht.

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Nachdem zunächst ein elfjähriger Junge aus der Einrichtung verdächtigt wurde, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, geriet drei Wochen später eine weitere Person ins Visier der Sonderkomission. Dabei handelte es sich um einen 25-jährigen Müllmann. Er sitzt derzeit in U-Haft. Trotz des neuen Verdachts gilt der elfjährige Bub nach wie vor als tatverdächtig.

3

Horror-Tat von Wunstorf: 14-Jähriger erschlägt Gleichaltrigen mit Stein

Ende Januar sorgte die Gewalttat vom niedersächsischen Wunstorf für grosses Aufsehen. Ein 14-jähriger Junge wurde von einem gleichaltrigen Schulkameraden umgebracht. Wie der Anklageschrift zu entnehmen ist, ging der Teenie dabei besonders brutal vor: Unter dem Vorwand eines Spiels fesselte er sein Opfer und erschlug es anschliessend mit Steinen. Danach versteckte er den Jungen.

Während die Polizei mit Spürhunden und Helikoptern nach dem Opfer suchte, gab der Teenie zu, die Tat verübt zu haben. Ende August wurde der Täter vom Landgericht in Hannover zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt. 

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Eifersuchtstat von Sinsheim

In Sinsheim in Baden-Württemberg kam es am 24. Februar 2021 zu einer unfassbaren Bluttat. Das Opfer: der 13-jährige Sinan T.*, der von einem 14-Jährigen erstochen wurde. Die Polizei nahm den Täter noch am Tatort fest – er stand mit dem Messer in der Hand neben dem blutüberströmten Sinan. Das Tatmotiv war Eifersucht. Es hatte Streitigkeiten um ein Mädchen gegeben. Deshalb lockte der 14-jährige Sinan T. in ein Waldstück und stach ihn siebenmal in den Rücken und in den Hals. Ein Gericht verurteilte den Messerstecher zu neun Jahren Gefängnis.

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Salzgitter: Fall Anastasia

Im Juni 2022 erstickte ein damals 14-Jähriger gemeinsam mit einem Mitschüler (13) auf einem verwilderten Grundstück in Salzgitter im deutschen Bundesland Niedersachsen das Mädchen Anastasia (†15). Dann versteckte er ihre Leiche in einem Gebüsch. Nach einer Vermisstmeldung durch die Angehörigen entdeckten Polizisten die Leiche des Mädchens. Der Täter bekam eine Jugendfreiheitsstrafe von acht Jahren. Der Mittäter war zum Tatzeitpunkt noch nicht strafmündig und wurde kurz nach der Tat in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. (dzc/noo)

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