Darum gehts
- US-Präsident Trump schickt Tom Homan nach Minnesota wegen Alex Pretti-Tod
- Homan leitet ICE-Einsatz gegen kriminelle illegale Einwanderer vor Ort
- Homan war ICE-Direktor während Trumps erster Amtszeit
Der Tod von Alex Pretti (†37) in Minneapolis hat alle schockiert und einen grossen Aufschrei ausgelöst. Nun reagiert US-Präsident Donald Trump (79). Auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump mit, dass er seinen Sonderbeauftragten Tom Homan nach Minnesota schicken werde. Obwohl Homan «in dieser Region bisher nicht eingebunden war», so Trump, «kennt und schätzt er viele der Menschen dort».
Homan war der Direktor von ICE in Trumps erster Amtszeit und gilt aktuell als Trumps oberster Grenzbeauftragter. Auf seiner Plattform Truth Social beschrieb Trump Homan als «hart, aber fair» und erklärte, er werde ihm direkt unterstellt sein.
«Er wird die Operationen leiten»
Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt ergänzte auf X: «Tom Homan wird die ICE-Operationen vor Ort in Minnesota leiten, um weiterhin die schlimmsten kriminellen illegalen Einwanderer festzunehmen.»
Homan gilt in US-Medien als potenzieller Konkurrent von Heimatschutzministerin Kristi Noem (54), die wegen der tödlichen Zusammenstösse zwischen Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde und Demonstranten unter Druck steht.
Trump telefoniert mit Gouverneur von Minnesota
Einige Stunden nach seinem Post teilte US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, dass er mit dem Gouverneur von Minnesota, Tim Walz (61), telefoniert habe. Walz habe ihn angerufen und um Zusammenarbeit in Bezug auf Minnesota gebeten, schreibt Trump. «Es war ein sehr gutes Gespräch, und wir schienen tatsächlich auf einer ähnlichen Wellenlänge zu sein», resümiert der US-Präsident.
Trump ergänzt, dass Walz sich über die Ankunft von «Grenz-Zar» Tom Homan in Minnesota freue. Der US-Präsident zeigt sich weiter zuversichtlich: «Wir hatten so enorme Erfolge in Washington, D.C., Memphis, Tennessee, und New Orleans, Louisiana, und praktisch jedem anderen Ort, den wir ‹berührt› haben, und selbst in Minnesota ist die Kriminalität stark zurückgegangen, aber sowohl Gouverneur Walz als auch ich wollen es noch besser machen!»
Gouverneur Walz will Zahl der Bundesbeamten reduzieren
Das Büro von Gouverneur Walz bestätigt das Telefonat mit Trump. In dem Statement heisst es zum Inhalt des Telefonats: «Der Gouverneur argumentierte, dass wir unparteiische Ermittlungen zu den Schiessereien in Minneapolis unter Beteiligung von Bundesbeamten brauchen und dass wir die Zahl der Bundesbeamten in Minnesota reduzieren müssen.»
Trump habe zugestimmt, beide Punkte mit dem Heimatschutzministerium zu besprechen, heisst es weiter in dem Statement.