Darum gehts
- Donald Trump kündigt am 31. Dezember 2025 Truppenabzug aus drei Städten an
- Kriminalität laut Trump durch Nationalgarde-Einsatz stark reduziert, Rückgang Grund des Abzugs
- Betroffene Städte: Chicago, Los Angeles und Portland, Kritik an demokratischen Politikern
Überraschende Nachrichten zum Jahreswechsel: In einer Erklärung auf Truth Social verkündete US-Präsident Donald Trump (79) die Nationalgarde aus den drei Metropolen Chicago, Los Angeles und Portland abzuziehen.
«Wir ziehen die Nationalgarde aus Chicago, Los Angeles und Portland ab, obwohl die Kriminalität in diesen Städten durch die Präsenz dieser grossartigen Patrioten erheblich zurückgegangen ist», schreibt Trump. Der Rückgang der Kriminalität sei der einzige Grund für diesen Schritt. «Die Städte wären verloren gewesen, wenn die Bundesregierung nicht eingegriffen hätte.»
Rundumschlag gegen Demokraten
Gleichzeitig drohte Trump, erneut einzugreifen, falls Kriminalität und Gewalt wieder aufflammen würden. «Wir werden zurückkommen, vielleicht in einer ganz anderen und stärkeren Form, wenn die Kriminalität wieder zu steigen beginnt – das ist nur eine Frage der Zeit!»
Trump richtete in seinem Beitrag zudem scharfe Kritik an die demokratischen Bürgermeistern und Gouverneuren der betroffenen Bundesstaaten. Diese seien «hochgradig inkompetent» und hätten unmittelbar den Abzug der Nationalgarde gefordert, obwohl erhebliche Fortschritte erzielt worden seien.
Eine Reihe an Niederlagen
Der Schritt folgt nachdem die Trump-Regierung eine Reihe von juristischen Niederlagen erlitten hat. Der Oberste Gerichtshof der USA wies vor Wochenfrist einen Eil-Antrag Trumps ab. Eigentlich wollte der Präsident erreichen, dass die Entscheidung einer unteren Gerichtsinstanz ausgesetzt wird, die den Einsatz der Soldaten im Bundesstaat Illinois und damit in Chicago vorerst untersagt hatte.
Seit Sommer lässt Trump in diversen Städten Einsatzkräfte mobilisieren, häufig gegen den ausdrücklichen Widerstand der betroffenen Bundesstaaten. Den Anfang machte Los Angeles, wo Proteste gegen ICE-Razzien den Ausschlag gaben. Parallel dazu ist die Nationalgarde bereits seit Monaten in der Hauptstadt Washington präsent.