Nach einem knappen Jahr
Albanien hebt Tiktok-Sperre wieder auf

Vor knapp einem Jahr hatte das Balkanland den Zugang zur Videoplattform gesperrt. Jetzt hat die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama diesen Beschluss wieder aufgehoben.
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Foto: KEYSTONE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Albanien führte am 13. März 2025 eine Tiktok-Sperre ein
  • Experten bewerten die Massnahme als wirkungslos wegen VPN-Nutzung
  • Tiktok-Postings sanken um 3,3 %, Video-Aufrufe stiegen um 14 %
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Die Zugangssperre, die am 13. März des Vorjahrs in Kraft getreten war, war für die Dauer von einem Jahr vorgesehen.

Auslöser der Massnahme war eine Messerstecherei unter Jugendlichen Ende 2024, bei der ein 14-Jähriger getötet worden war. Die beiden beteiligten Gruppen hatten sich auf Tiktok gegenseitig angefeindet und zu der am Ende tödlichen Schlägerei verabredet.

Die daraufhin verhängte Tiktok-Sperre erwies sich Experten zufolge als weitgehend wirkungslos. Die meisten Albaner umgingen sie durch die Nutzung von Tunneldiensten (VPN), die es ermöglichen, die eigene IP-Adresse zu verbergen. Die Sperre kann umgangen werden, weil der Nutzer nicht als jemand erscheint, der die gesperrte Plattform von Albanien aus anklickt.

Nach einer Einschätzung des privaten Datenanalyseunternehmens Pikasa Analytics mit Sitz in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje hatte sich die Tiktok-Nutzung eine Woche nach Inkrafttreten der Sperre in Albanien kaum verändert. Die Zahl der Postings sei um nur 3,3 Prozent gesunken, die der Video-Aufrufe sogar um 14 Prozent gestiegen, hielt das Unternehmen auf seiner Webseite fest.

Ministerpräsident Rama sagte im Dezember des Vorjahrs dem Nachrichtenportal politico.eu, dass er Gespräche mit Eigentümervertretern der chinesischen Plattform geführt habe, die er als konstruktiv bezeichnete. «Die Sperre war wirksam, weil sie zur Kontaktaufnahme mit Tiktok führte und einige Sicherheitsfeatures brachte, die bisher nicht vorhanden waren», fuhr er fort.

Über die Einzelheiten der erwähnten Sicherheitsvorkehrungen – etwa Filter für Minderjährige oder gegen Hass- und Gewaltinhalte – liegen keine öffentlichen Informationen vor.

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