Darum gehts
- Zwei Dänen entwickeln App «UdenUSA», um US-Produkte in Dänemark zu meiden
- App zeigt Herkunft von Produkten und bietet europäische Alternativen an
- Über 100'000 Facebook-Mitglieder, App auf Platz 1 im dänischen App-Store
Mit dem Smartphone gegen Trump: Zwei junge Dänen haben die App «UdenUSA» («Ohne USA») entwickelt. Damit kann man in Dänemark beim Einkaufen scannen, ob ein Produkt aus Amerika kommt – und bekommt gleich Alternativen aus Europa angezeigt.
Auslöser war die Drohung von US-Präsident Donald Trump (79), Grönland zu übernehmen. Aus Protest entstand die Facebook-Gruppe «Boykottiert Waren aus den USA», mittlerweile über 100'000 Mitglieder stark. Die App liegt im dänischen App-Store auf Platz 1 – noch vor Chat-GPT und Google Chrome.
Zwei Scans pro Tag sind gratis, wer unbegrenzt prüfen will, zahlt rund vier Franken im Monat. «Wir schaffen Klarheit über die Herkunft der Produkte – die Entscheidung liegt bei den Konsumenten», sagt der 21-jährige App-Entwickler Jonas Pipper, der die Protest-App gemeinsam mit seinem Freund Malthe Hensberg (22) baute.
«Das ist amerikanisch»
Die App zeigt sofort, ob Chips aus den USA stammen – mit rotem Verbotssymbol, Herstellername «Kellogg Company» und dem Hinweis «dette er amerikansk», «Das ist amerikanisch». Dazu gibts Alternativen aus Europa oder dem eigenen Land.
Es ist unklar, ob die USA die Boykott-App wirtschaftlich spürt. Aber für viele Dänen ist sie ein Ventil für Ärger und Unmut: ein kleiner Protest, den jeder selbst im Supermarkt ausführen kann.