Mike Waltz erteilt Absage
Keine US-Unterstützung für Uno-Umzug in die Schweiz

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen hat einer möglichen Verlagerung des Uno-Sicherheitsrats nach Genf eine klare Absage erteilt. New York bleibe der Ort, «an dem jeder sprechen kann».
Kommentieren
1/4
Trump mit seinem ehemaligen Sicherheitsberater Mike Waltz.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • US-Botschafter Mike Waltz lehnt Umzug des Uno-Sicherheitsrats nach Genf ab
  • Visa-Beschränkungen führen zu Kritik an New York als Uno-Standort
  • Weltweit 15'000 bis 20'000 Arbeitsplätze in Uno-Organisationen gestrichen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Mike Waltz, hat am Mittwoch in Genf nicht auf die Forderung geantwortet, dass die Schweiz den Sicherheitsrat beherbergen solle. Man müsse die Präsenz in «den teuersten Städten überdenken», warnte er.

Im internationalen Genf gibt es Stimmen, die der Meinung sind, dass die Uno in New York seit der Verweigerung von Visa für bestimmte Staatschefs beim letzten hochrangigen Treffen der Generalversammlung nicht mehr universell ist. Sie schlagen vor, dass die Schweiz eine Kampagne startet, um den Sicherheitsrat und die Generalversammlung aufzunehmen.

Waltz erteilt Absage

US-Präsident Donald Trump (79) sei der Meinung, dass «es einen Ort gibt, an dem jeder sprechen kann», erklärte Waltz gegenüber einigen Journalisten in Genf. Dieser Ort werde natürlich immer New York bleiben. Er versprach keine Änderung in Bezug auf Visa, insbesondere für den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas, und sprach von «Ausnahmen». Er fügte hinzu, dass Genf mit Dutzenden von Uno-Agenturen gut ausgestattet sei. Mit den neuen Technologien sei die physische Anwesenheit der Mitarbeiter zudem weniger relevant.

«Wir werden uns weiterhin in der Uno engagieren», betonte der ehemalige nationale Sicherheitsberater, trotz der Kürzungen der USA bei humanitären Fragen und anderen Organisationen der Vereinten Nationen.

Reduktionen bei der Uno

Aufgrund der Beschränkungen der USA und anderer Länder haben einige dieser Organisationen weltweit Tausende von Arbeitsplätzen gestrichen – insgesamt zwischen 15'000 und 20'000, davon etwa 3500 in Genf.

Waltz wiederholte jedoch, dass Washington mehr Effizienz wünscht. Und er entgegnet Kritikern, dass die Vereinigten Staaten dem Büro für humanitäre Angelegenheiten der Uno gerade zwei Milliarden Dollar zugesagt haben, «mehr als jeder andere».

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen