«Lässt zu wünschen übrig»
Putin jammert – und gibt Europa die Schuld am Zerwürfnis

Wladimir Putin klagt über das schlechte Verhältnis zu Europa und macht die EU dafür verantwortlich. Im Kreml begrüsste er neue Botschafter, darunter Vertreter aus der Schweiz, Frankreich und Italien. Der Ukraine-Krieg bleibt ungeachtet seiner Forderungen zentral.
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Putin ist enttäuscht von Europa.
Foto: IMAGO/SNA

Darum gehts

  • Putin kritisiert schlechtes Verhältnis zu Europa, gibt EU die Schuld
  • Russland begrüsst Taliban-Botschafter, fordert Frieden und Unabhängigkeit für Afghanistan
  • 2026: Russland beharrt im Ukraine-Krieg auf Maximalforderungen und dauerhaften Frieden
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Russlands Staatschef Wladimir Putin beklagt das schlechte Verhältnis zu Europa. Er sieht die Schuld dafür aber allein bei den europäischen Nachbarn. Der Zustand der jeweiligen bilateralen Beziehungen lasse «zu wünschen übrig», sagte Putin, der im Kreml in Moskau die Beglaubigungsschreiben neuer Botschafter entgegennahm. Unter anderem traten Botschafterinnen und Botschafter aus Frankreich, Italien, Schweden, Tschechien und der Schweiz ihren Posten in Moskau an.

«Der Dialog und die Kontakte sind - und zwar nicht durch unsere Schuld, das möchte ich betonen - auf ein Minimum reduziert für staatliche wie für wirtschaftliche und gesellschaftliche Kreise», sagte Putin. Er hoffe, dass es mit der Zeit einen Rückweg zu normalen und konstruktiven Beziehungen gebe.

«Nicht überall ist man dazu bereit»

Der Kremlchef überging dabei, dass der von ihm befohlene Angriffskrieg gegen die Ukraine Auslöser des Zerwürfnisses ist. Er sagte, Russland strebe dort einen dauerhaften Frieden an. «Nicht überall - unter anderem in Kiew und den Hauptstädten, die es unterstützen, - ist man dazu bereit», erklärte er. Bis es so weit sei, werde Russland seine selbstgesteckten Ziele verfolgen. Russland ist in dem Konflikt nicht von seinen Maximalforderungen abgerückt.

Putin begrüsste auch einen Botschafter der islamistischen Taliban-Regierung aus Afghanistan. Russland sei daran interessiert, «dass Afghanistan ein geeinter, unabhängiger und friedlicher Staat ist, frei von Krieg, Terrorismus und Drogenhandel», sagte er. Russland hatte als erstes Land die Herrschaft der Taliban anerkannt.

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