Darum gehts
- Todd Lyons, ICE-Direktor, verlässt am 31. Mai die US-Regierung
- Lyons führte umstrittene Razzien in demokratischen Städten, löste Proteste aus
- Rekord: 2025 wurden unter Lyons’ Führung die meisten Abschiebungen durchgeführt
Todd Lyons, der als amtierender Direktor der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) umstrittene Razzien leitete, wird die US-Regierung verlassen. Sein letzter Arbeitstag ist der 31. Mai, wie Heimatschutzminister Markwayne Mullin am Donnerstag bestätigte.
Laut NBC News wechselt Lyons in die Privatwirtschaft. «Dank seiner Führungsqualitäten sind die amerikanischen Gemeinden sicherer», erklärte Mullin. Gründe für seinen Abgang nannte er nicht. Lyons übernahm im März 2025 die Leitung der Behörde, nachdem er von Präsident Donald Trump (79) zum kommissarischen Direktor ernannt wurde.
«Rekordzahl an Abschiebungen erreicht»
Während seiner Amtszeit führte ICE Masseneinsätze in demokratisch regierten Städten durch. Diese Einsätze sorgten für heftige Kritik und Proteste, insbesondere nach der tödlichen Erschiessung von zwei US-Bürgern in Minneapolis im Januar. Lyons hatte sich in einer Anhörung im Februar geweigert, sich öffentlich für diese Vorfälle zu entschuldigen.
Trotz der Kontroversen würdigte Tom Homan, ein führender Beamter im Weissen Haus, Lyons’ Arbeit: «Unter seiner Führung hat ICE im ersten Jahr dieser Regierung eine Rekordzahl an Abschiebungen erreicht.» Stephen Miller, Berater des Weissen Hauses und Befürworter einer harten Einwanderungspolitik, lobte Lyons als «phänomenalen Patrioten und engagierten Anführer».
Die Zukunft der ICE-Führung bleibt ungewiss. Mullin, der seit März als Heimatschutzminister im Amt ist, hat noch keinen Nachfolger für Lyons bekannt gegeben.