Kinder vermisst
Erdrutsch auf Campingplatz in Neuseeland

Erdrutsche in Neuseeland haben unter anderem einen Campingplatz zerstört und mindestens zwei Menschen getötet. Mehrere Personen, darunter Kinder, werden vermisst. Retter suchen mit Hundestaffeln unter gefährlichen Bedingungen nach Überlebenden.
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Einsatzkräfte versuchen, Verschüttete zu finden.
Foto: AP

Darum gehts

  • Erdrutsche in Neuseeland fordern mehrere Tote, mehrere Menschen werden vermisst
  • Hilfeschreie verstummten nach 15 Minuten, Rettungsteams arbeiten die ganze Nacht
  • Extremer Starkregen: Region erhielt Niederschlagsmengen von 2,5 Monaten in 12 Stunden
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Nach einem schweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland ist unklar, wie viele Menschen unter den Schlammmassen vermisst werden. Das neuseeländische Portal «Stuff» sprach von mindestens sechs Verschütteten, darunter mehrere Kinder. Die Behörden bestätigten diese Zahl zunächst nicht. 

Der Erdrutsch am Morgen (Ortszeit) zerstörte Teile des bekannten Campingareals, Zelte wurden dem Erdboden gleichgemacht, wie die Polizei mitteilte. Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien.

Hoffnung, Überlebende zu finden

Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald» unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann. Auf im Internet verbreiteten Videos war der Moment des Unglücks zu sehen.

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In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa konnten derweil nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus getroffen hatte, zwei Vermisste nur noch tot geborgen werden. Das Gebäude sei schwer beschädigt worden, teilte die Polizei mit.

Polizeichef Tim Anderson konnte keine genaue Zahl der Vermissten nennen, sagte aber auf einer Pressekonferenz, es handle sich um «eine einstellige Zahl». Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Retter demnach extrem vorsichtig vorgehen. Es sei aber «möglich, dass wir noch jemanden lebend finden», betonte Anderson. Unter anderem war eine Hundestaffel im Einsatz. Die Sucharbeiten würden wahrscheinlich die ganze Nacht hindurch fortgesetzt, sagte der Minister für Notfallmanagement Mark Mitchell.

Notstand in mehreren Regionen

Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrlichen Strände und einen markanten, erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht «The Mount» genannt. Das Gebiet liegt in der weltbekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.

In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa werden nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus traf, zwei Menschen vermisst. Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

Auch in anderen Teilen der Nordinsel kam es zu schweren Überschwemmungen. Nördlich von Auckland wird nach einem Mann gesucht, der mit seinem Auto beim Versuch, den Mahurangi River zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde. Die Einsatzteams waren unter anderem mit Drohnen, Hubschraubern und Raftingbooten im Einsatz, wie der Sender Radio New Zealand berichtete.

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