Rafah, das einzige Tor des Gazastreifens abseits Israels, öffnet am Sonntag erstmals seit Januar 2025 für Personenverkehr. Das teilten die zuständige israelische Cogat-Behörde sowie die Armee mit. Nur Palästinenser, die während der Kämpfe flohen, dürfen nach strenger Prüfung zurückkehren.
Die USA hatten auf die Öffnung gedrängt. Sie ist Teil des von Washington vorangetriebenen Gaza-Friedensplans. Die Ein- und Ausreise aus dem Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah wird in Abstimmung mit Ägypten gestattet, hiess es, nach vorheriger Sicherheitsüberprüfung durch Israel und unter Aufsicht der Mission der Europäischen Union (Eubam Rafah). Es laufe ähnlich dem im Januar 2025 eingeführten Mechanismus ab.
Rückkehr nur für geflohene Palästinenserinnen und Palästinenser möglich
Die Rückkehr in das während des Kriegs gegen die islamistische Hamas grossflächig zerstörte Küstengebiet ist den Angaben zufolge nur für Palästinenser möglich, die den Gazastreifen während der Kämpfe verlassen haben. Laut Cogat sind das insgesamt 42'000 Palästinenser.
Wie viele Menschen künftig jeden Tag in das Gebiet kommen beziehungsweise es verlassen können, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Der seit fast einem Jahr geschlossene Rafah-Grenzübergang gilt als wichtigstes Tor des Gazastreifens zur Welt.
Hilfslieferungen kommen über andere Grenzübergänge
Er ist der einzige Grenzübergang des Gazastreifens, der nicht nach Israel führt. Israels Militär kontrolliert die Gaza-Seite des Übergangs. Hilfslieferungen kommen zunächst weiterhin über andere Grenzübergänge in das Gebiet.