Im vierten Stadium
Kanadierin (40) glaubt an Wechseljahre – hat aber Krebs

Die Kanadierin Susete Isabel bekam im September 2023 die wohl schlimmste Nachricht ihres Lebens: Sie hat Krebs – im vierten Stadium. Die Symptome hatte sie fälschlicherweise den Wechseljahren zugeschrieben.
Publiziert: 09.04.2024 um 13:13 Uhr
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Susete Isabel dachte, sie kommt in die Wechseljahre.

Susete Isabel dachte vergangenes Jahr, sie käme in die Wechseljahre. Mit 40 Jahren wäre das durchaus möglich gewesen. In der Nacht schwitzte sie extrem, was sie wachhielt und tagsüber zu Übermüdung führte. 

Doch das nächtliche Schwitzen war nicht das einzige Problem. Vergangenes Jahr bemerkte Isabel einen plötzlichen Gewichtsverlust sowie einen geschwollenen Bauch. Ersteres führte sie auf zu viel Stress bei der Arbeit zurück. Letzteres auf ihren Alkoholkonsum, wie «Daily Mail» berichtet.

Krebs im vierten Stadium

Als Isabel im September 2023 dann «qualvolle» Schmerzen im Bauchbereich hatte, die vier Tage lang anhielten, ging die Kanadierin endlich zum Arzt. Dort erhielt sie die Horror-Diagnose: Follikuläres Lymphom im vierten, also letzten Stadium.

Bei dieser Form von Krebs «vermehren sich bösartig veränderte B-Lymphozyten unkontrolliert vor allem in den Lymphknoten, aber auch im Knochenmark oder seltener im Blut, in der Milz oder in den Schleimhäuten. Typischerweise entwickelt sich das follikuläre Lymphom über Jahre schleichend, sodass die Diagnose oft zufällig gestellt wird.», heisst es auf der Website des Kompetenznetz Maligne Lymphome. 

Krebs verteilt sich im ganzen Körper

«Mir wurde gesagt, dass es sich überall ausgebreitet hat, in der Leistengegend, in den Achselhöhlen, am Hals, am Zwerchfell und sogar im Knochenmark», erzählt die 40-Jährige auf Instagram ihren inzwischen mehr als 200'000 Followern. «Nur Gott weiss, wie lange ich so krank herumgelaufen bin, ohne es zu wissen. Ich war mir keiner der Symptome bewusst.»

Nach der Diagnose wurde Isabel klar: Ihr aufgeblähter Bauch, die Müdigkeit, der Nachtschweiss und Gewichtsverlust waren nicht die einzigen Warnsignale. Auch stechende Schmerzen im Leisten-, Nacken- und Achselbereich waren Anzeichen für den Krebs, der ihre Lymphknoten schädigt. «Ich machte mir keine Sorgen um meinen vergrösserten Lymphknoten, weil er nicht wehtat – dabei ist genau das der Grund, warum ich mir Sorgen machen sollte. Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn sie nicht wehtun», erklärt die Britin in einem Instagram-Post. 

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Direkt am Tag nach der Horror-Nachricht begann schon ihre Therapie, die sechs Runden Chemo umfasste. «Das machte mir bis auf die Knochen Angst», so Isabel.

«Ignorier nicht, was dein Körper dir sagen will!»

Dennoch bleibt die Kanadierin positiv. Auf Instagram teilte Isabel Anfang Februar ihren Followern stolz mit: «Heute habe ich meine fünfte Chemo-Behandlung abgeschlossen und kann mit Sicherheit sagen, dass sie funktioniert – alles ist zu 85 Prozent verschwunden.» Ob sie den Krebs nach der sechsten Behandlung besiegen kann, ist noch unklar.

Selbst wenn, muss Isabel in den nächsten zwei Jahren weiterhin alle drei Monate Chemotherapien über sich ergehen lassen, um das Nachwachsen vom Krebs zu verhindern. 

Trotz der kräftezehrenden, langen Behandlung gibt Isabel aber nicht auf – im Gegenteil. Sie tanzt vor der Kamera, bleibt stets positiv und möchte ihre Follower dazu ermutigen, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. «Ignoriere nicht, was dein Körper dir sagen will! Verschiebe den Arztbesuch nicht, weil du zur Arbeit musst. Wenn die Kacke am Dampfen ist, bleibt dir nichts anderes übrig, als dir die Zeit zu nehmen.»

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Zudem lebt die Kanadierin ganz nach dem Motto: «Geniesse das Heute, denn morgen ist kein Versprechen.» (mrs)

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