«Ich muss umziehen»
Kolumbianischer Präsident fürchtet Mordplan gegen ihn

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro warnt vor einem Mordkomplott gegen ihn. Er kündigte an, aus Sicherheitsgründen seinen Wohnort zu wechseln. Zugleich wird die indigene Senatorin Aída Quilcué nach einer mutmasslichen Entführung vermisst.
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Petro traf die Äusserungen am Dienstagabend.
Foto: Ivan Valencia/AP/dpa/Archiv

Darum gehts

  • Kolumbiens Präsident Gustavo Petro warnt vor Mordkomplott, zieht in zwei Tagen um
  • Indigene Senatorin Aída Quilcué am 2026-02-09 in Cauca entführt
  • Petro berichtet von Flugangriffen, Angst vor Helikopterbeschuss mit Kindern an Bord
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Janine EnderliRedaktorin News

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat öffentlich vor einem angeblichen Komplott zu seiner Ermordung gewarnt. In einer live übertragenen Sitzung mit seinem Kabinett erklärte er, er müsse aus Sicherheitsgründen kurzfristig seinen Aufenthaltsort wechseln – nur drei Monate vor den Präsidentschaftswahlen.

«Ich muss gestehen, dass ich in zwei Tagen umziehe, um zu verhindern, dass man mich umbringt», sagte Petro. Er berichtete zudem von gefährlichen Zwischenfällen bei Flugreisen: «Man schaltete mir die Landelichter nicht ein. Am Morgen bin ich nicht gelandet, weil ich Angst hatte, dass auf den Helikopter geschossen wird – mit meinen Kindern an Bord.»

Indigene Senatorin entführt

Die Aussagen fielen vor dem Hintergrund der mutmasslichen Entführung der indigenen Senatorin Aída Quilcué, einer engen Verbündeten des Präsidenten. Ihr Fahrzeug sei am Dienstag gegen 13.30 Uhr Ortszeit im Gebiet Inzá–Totoró im Departamento Cauca von Unbekannten abgefangen worden. Seitdem fehlt von ihr und ihrem Sicherheitsteam jede Spur.

«Das ist ein Kriegsschrei gegen alle Indigenen von Cauca und des ganzen Landes», sagte Petro zu der Entführung. Die Politikerin ist unauffindbar. Es wurde lediglich ihr Auto gefunden. 

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