Sieben Tote in Texas: Dieses Auto soll in die Menschenmenge gefahren sein(00:34)

Amoktat oder Unfall? Polizei steht vor Rätsel
Auto fährt in wartende Menschenmenge – acht Tote

Ein Auto fuhr am Sonntag in eine wartende Menschenmenge. Dabei sind mindestens sieben Menschen gestorben, elf weitere wurden verletzt. Die Anzeichen deuten auf einen Unfall, die Polizei schliesst aber nicht endgültig aus, dass es eine Amokfahrt war.
Publiziert: 08.05.2023 um 18:00 Uhr
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Aktualisiert: 09.05.2023 um 02:15 Uhr
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Ein Auto fuhr in eine auf den Bus wartende Menschenmenge. Dabei wurden acht Menschen getötet.

Bei einem schweren Unfall in einer Grenzstadt im Süden der USA sind am Sonntag acht Menschen ums Leben gekommen. Elf Verletzte seien in örtliche Krankenhäuser gebracht worden, eine Person sei mit einem Hubschrauber abtransportiert worden.

Mehrere US-Medien, darunter die «New York Times» und der Sender CNN, berichteten unter Berufung auf Behördenangaben, ein Geländewagen sei in eine Gruppe von Menschen gefahren, die an einer Bundeshaltestelle nahe einer Unterkunft für Migranten und Obdachlose gewartet hätten.

Es sei unklar, ob der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verloren habe oder absichtlich in die Gruppe gesteuert sei, hiess es weiter. Die Polizei und die Feuerwehr von Brownsville sprachen zunächst von einem «schweren Unfall». Der festgenommene mutmassliche Fahrer habe nicht mit der Polizei kooperiert, hiess es zunächst. Er habe etliche Vorstrafen, hiess es.

Der Fahrer sei unter anderem wegen Totschlags angeklagt worden, sagte ein Vertreter in Brownsville im US-Bundesstaat Texas am Montagmorgen (Ortszeit). Die Ermittler gehen davon aus, dass der 34-Jährige erst eine rote Ampel überfuhr und dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Dennoch wollte die Polizei nicht final ausschliessen, dass der Fahrer sein Auto absichtlich in die Gruppe gesteuert habe. Die Ermittlungen dazu dauerten an, wie der Sprecher sagte.

Brownsville liegt an Grenze zu Mexiko

Bei einigen der Toten soll es sich um venezolanische Migranten gehandelt haben. Die venezolanische Regierung bedauere den Vorfall und forderte eine vollständige Aufklärung, sagte Venezuelas Aussenminister, Yvan Gil. Der Polizeisprecher machte am Montag deutlich, dass die Behörden mit der Regierung in Venezuela und anderen Botschaften in Kontakt stünden. Genauere Angaben zur Herkunft der Opfer machte er nicht.

Brownsville liegt direkt an der Grenze zu Mexiko. US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas hatte die Stadt am Freitag besucht und Migranten vor einem illegalen Grenzübertritt gewarnt. Die Lage an der Südgrenze der USA zu Mexiko ist seit langem angespannt angesichts einer grossen Zahl von Migranten aus Mittel- und Südamerika, die versuchen, in die Vereinigten Staaten zu gelangen.(SDA)

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