In seinem Garten erschossen
Gaddafi-Sohn Saif al-Islam in Libyen getötet

Saif al-Islam al-Gaddafi wurde im Garten seiner Residenz erschossen, wie sein Umfeld berichtet. Er galt lange Zeit als möglicher Nachfolger seines Vaters Muammar al-Gaddafi, der 2011 getötet wurde.
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Saif al-Islam Gaddafi wollte einst für das Präsidentenamt kandidieren.
Foto: Keystone/AP/Ammar El-Darwish

Darum gehts

  • Saif al-Islam al-Gaddafi stirbt mit 53 Jahren in Libyen
  • Er war 2015 in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden
  • 2011 an Niederschlagung von Protesten beteiligt, kandidierte später fürs Präsidentenamt
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Saif al-Islam al-Gaddafi (†53) ist tot. Laut familiennahen Quellen wurde der Sohn des Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi (1942-2011) im Garten seiner Residenz in Zintan erschossen.

Vier bewaffnete Männer hätten seine Residenz gestürmt, nachdem sie die Überwachungskameras ausser Betrieb gesetzt hatten, berichtete der Sender al-Arabiya. Den Quellen des Senders zufolge stellte sich Saif al-Islam den Angreifern und wurde gegen 2:30 Uhr Ortszeit getötet. Wer hinter dem Angriff steckt, war zunächst unklar.

Als Nachfolger seines Vaters gehandelt

Saif al-Islam galt lange Zeit als möglicher Nachfolger seines Vaters und wurde zeitweise als Reformer wahrgenommen. Während des Aufstands im Jahr 2011 war er jedoch an der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste beteiligt.

2015 wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde jedoch nie vollstreckt. In den folgenden Jahren versuchte Saif al-Islam ein politisches Comeback und kandidierte für das Präsidentenamt. Er kam dann in Haft und verbrachte laut eigenen Angaben mehrere Jahre isoliert von der Aussenwelt.

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