Gruppenvergewaltigung auf Mallorca
Schweizer Samuel E. und Komplizen zu Haftstrafen verurteilt

Der Schweizer Samuel E. und seine Komplizen haben die Tat vor Gericht eingeräumt. Sie quälten das Opfer nicht nur, sondern veröffentlichten die brutale Vergewaltigung auch auf Snapchat.
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Samuel E. und seine Komplizen müssen hinter Gitter. (Archivbild)
Foto: DUKAS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Acht Männer, einer davon Schweizer, vergewaltigten 2023 eine Britin auf Mallorca und filmten Tat
  • Opfer erhielt 135'000 Franken Entschädigung, Gericht milderte Strafen ab
  • Statt 151 Jahre Haft wurden nur 73 Jahre – verteilt auf alle – verhängt
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Marian NadlerRedaktor News

Sieben Franzosen und der Schweizer Samuel E.* (25) haben eine betrunkene Touristin auf Mallorca vergewaltigt. Den Übergriff filmten sie und verbreiteten die Aufnahmen auf Snapchat. 

Wie «Ultima Hora» berichtet, bekannten sich die Angeklagten am Montag vor dem Provinzgericht in Palma schuldig. Dem Opfer haben sie bereits eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet rund 135'000 Franken gezahlt. Brisant: Aufgrund der Entschädigungszahlung milderte das Gericht das Urteil ab.

Britin auf Hotelzimmer gelockt und missbraucht

Die Tat hatte sich am 14. August 2023 um 7.30 Uhr ereignet. Zwei der Angeklagten gingen mit der damals 18-jährigen Britin auf das Zimmer eines Hotels, die übrigen Täter trafen kurz darauf ein. 

Etwa eine halbe Stunde lang wurde die Jugendliche dann vergewaltigt. «Sie nahmen verschiedene sexuelle Handlungen an ihr vor, handelten dabei gemeinsam und ohne die Zustimmung der jungen Frau», hiess es in der Anklageschrift.

Haftstrafen wegen Entschädigungszahlung abgemildert

Die Taten filmten die Angreifer und teilten sie auf Snapchat. Einige der Angeklagten sahen sich die Übergriffe an und stachelten die anderen immer wieder an. Das Opfer soll dabei unter anderem als «Kuh» bezeichnet worden sein.

Einer der Angeklagten hatte laut «Ultima hora» 14 Videos mit einer Gesamtlänge von 170 Sekunden auf seinen Handy. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Gesamtstrafe von 151 Jahren, aufgeteilt auf die acht Verurteilten, gefordert. Am Ende wurden es dem Bericht der spanischen Zeitung nach 73 Jahre. 

* Name geändert

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