Galt seit neun Jahren als vermisst oder tot
Hausbewohner finden die Leiche einer Frau in ihrer Gefriertruhe

In San Diego entdeckten Personen im Haus ihrer Verwandten eine tote Frau in einer Gefriertruhe. Nun hat die Polizei Erstaunliches bekanntgegeben: Die Frau galt seit neun Jahren als vermisst oder tot.
Publiziert: 06.01.2024 um 19:06 Uhr
|
Aktualisiert: 06.01.2024 um 19:16 Uhr
1/2
In diesem Haus wurde eine tote Frau in einer Gefriertruhe entdeckt. Die Tote galt laut polizeilichen Informationen während neun Jahren als vermisst oder tot.

Sie wollten im Haus ihrer Verwandten im kalifornischen San Diego eigentlich ein schönes Weihnachtsfest verbringen, doch was gewisse Familienmitglieder in einer Gefriertruhe entdeckten, verschlug ihnen glatt die Sprache. Inmitten des Behälters lag eine tote Frau.

Umgehend alarmierten sie das San Diego Police Department. «Aufgrund des ungewöhnlichen Fundortes der Leiche wurde die Mordkommission der Polizei von San Diego zu den Ermittlungen beigezogen», wie das San Diego Police Department in einer Mitteilung schreibt.

Vormalige Bewohnerin des Hauses

Dieses hat nun bekanntgegeben, dass es sich bei der Leiche um Mary H.* handelt, die bis zu neun Jahre lang als vermisst oder tot gegolten hatte. Sie wäre zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung 81 Jahre alt gewesen. 

Zwar ist die genaue Todesursache noch nicht restlos geklärt und werde derzeit vom Gerichtsmediziner untersucht. Jedoch gaben die Ermittler bereits an, dass es sich bei Mary H. um die vorherige Bewohnerin des Hauses handelt. 

An der Leiche konnten die Ermittler keine offensichtlichen traumatischen Verletzungen feststellen. Dennoch wird der Fall laut Polizeiangaben als verdächtiger Todesfall eingestuft. Das San Diego Police Department sei nun sehr daran interessiert, mit jedem zu sprechen, der sie gekannt oder sonstige sachdienliche Informationen über sie hat.

Nachbarn beschreiben sie als «Stubenhockerin»

Wie Pete Carillo, ein ehemaliger Ermittler der Mordkommission in San Diego gegenüber Fox 5 San Diego sagt, würden die Polizisten vermutlich die Finanzunterlagen der Toten genau unter die Lupe nehmen. «Es handelt sich um eine Unterschlagung einer Leiche. In einem solchen Fall hat man die Pflicht, die Behörden zu informieren», so Carillo.

Werbung

Er geht davon aus, dass dieses Prozedere aus einem bestimmten Grund umgangen wurde. «Ich kann nur vermuten, dass es darum ging, vielleicht finanziell davon zu profitieren, dass ihr Tod nicht gemeldet wurde.» Nachbarn, die sich noch an die Tote erinnern konnten, bezeichneten sie gegenüber ScrippsNews als «Stubenhockerin». (ced)

*Name bekannt

Fehler gefunden? Jetzt melden