«Es gelten unmissverständliche Regeln»
Russischer Eisbrecher verletzt Seegrenze in Estland

Ein russischer Eisbrecher drang am vergangenen Wochenende ohne Genehmigung in estnische Gewässer nahe der Ostsee-Insel Vaindloo ein. Estland protestierte und übergab eine diplomatische Note an Russland.
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Ein Eisbrecher drang in estnische Hoheitsgewässer ein. (Symbolbild)
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Darum gehts

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  • Russischer Eisbrecher «Murmansk» drang am 28. Februar unerlaubt nach Estland ein
  • Schiff reagierte nicht auf Funksprüche und blieb vier Minuten dort
  • Estland überreichte Russland diplomatische Note, fordert Einhaltung der Regeln
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein russischer Eisbrecher hat nach Angaben des estnischen Aussenministeriums unerlaubt die Seegrenze zum benachbarten EU- und Nato-Land Estland überschritten. Demnach soll das Schiff «Murmansk» am 28. Februar ohne Genehmigung nahe der Ostsee-Insel Vaindloo in estnische Hoheitsgewässer eingedrungen sein, um einen im Eis festsitzenden Tanker zu befreien. Eine vorherige Benachrichtigung darüber sei nicht erfolgt.

Der Eisbrecher habe weder dem Aussenministerium noch der estnischen Marine das Einlaufen in estnische Hoheitsgewässer mitgeteilt und auch nicht auf Funksprüche regiert. Der Eisbrecher habe sich vier Minuten lang in estnischen Gewässern aufgehalten, hiess es in der Mitteilung. Das Aussenamt in Tallinn bestellte wegen des Vorfalls den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und überreichte eine diplomatische Note.

«Es gelten unmissverständliche Regeln»

«Mit dieser Note erinnern wir die Russische Föderation daran, dass in estnischen Hoheitsgewässern, auch während der Eisbrechersaison, klare und unmissverständliche Regeln gelten», sagte Aussenminister Margus Tsahkna. Deren Einhaltung sei für alle verpflichtend, um künftige Verstösse gegen die Verfahrensregeln zu vermeiden.

Ein ausländisches Schiff könne demnach das Recht auf friedliche Durchfahrt die Hoheitsgewässer ausüben, sofern der ausländische Staat das Aussenministerium mindestens 48 Stunden vor der Einfahrt über diplomatische Kanäle benachrichtigt. Angesichts schwieriger Eisverhältnisse und der Notwendigkeit, Schiffen Hilfe zu leisten, sei Estland bereit, die Frist bis zum Ende der Eisbrechersaison auf sechs Stunden zu verkürzen.

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