Erste Sitzung von Trumps Friedensrat
Fünf Länder werden Soldaten nach Gaza schicken

Fünf Staaten, darunter Marokko und Indonesien, wollen Soldaten in den Gazastreifen entsenden. US-Präsident Trump stellte am Donnerstag in Washington den Plan für eine Stabilisierungstruppe vor.
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Der Friedensrat soll die sogenannte internationale Stabilisierungstruppe aufbauen, die die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Fünf Staaten planen Soldatenentsendung für Frieden im Gazastreifen
  • Indonesien kündigt 5000 bis 8000 Soldaten an
  • Friedensrat gründet Stabilisierungstruppe zur Sicherung der Waffenruhe
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Um einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen zu sichern, wollen fünf Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Soldaten in den zerstörten Küstenstreifen schicken. Trump nannte bei der ersten Sitzung des Friedensrats in der US-Hauptstadt Washington Marokko, Albanien, Kosovo, Kasachstan und Indonesien. Details nannte er nicht.

Der Friedensrat soll die sogenannte internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll.

Auch Waffenruhe sichern

Bereits zuvor hatten mehrere mehrheitlich muslimische Länder Bereitschaft signalisiert, Soldaten zu stellen, eine konkrete Ankündigung machte bislang aber nur Indonesien. Das südostasiatische Land hat die Entsendung von 5000 bis 8000 Soldaten in Aussicht gestellt. Wie viele Soldaten die anderen Länder schicken wollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Der ISF-Generalmajor Jasper Jeffers sagte in Washington, insgesamt sollen langfristig 20'000 Soldaten im Einsatz sein. Zunächst sollen Einsatzkräfte demnach in Rafah im Süden des Gazastreifens stationiert werden, später in weiteren Gebieten.

«Äusserst vertrauenswürdigen palästinensische Polizei»

Die internationale Truppe soll Trump zufolge auch die Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas sichern und einen dauerhaften Frieden gewährleisten.

Jeffers zufolge sollen ausserdem langfristig 12'000 Polizisten vor Ort eingesetzt werden. Jordanien und Ägypten hätten zugesagt, Polizisten für den Gazastreifen auszubilden. Der bulgarische frühere UN-Nahostgesandte Nikolaj Mladenow, der künftig der Verbindungsmann zwischen dem Friedensrat und der palästinensischen Übergangsregierung im Gazastreifen sein soll, sagte in Washington, dass sich bisher 2000 Palästinenser für eine neue Polizeitruppe beworben hätten. Trump sprach von einer «äusserst vertrauenswürdigen palästinensische Polizei». Die Terrororganisation Hamas will unterdessen, dass 10'000 ihrer Sicherheitskräfte übernommen werden.

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