Darum gehts
- Erdrutsch in Niscemi, Sizilien, zwingt 1000 Menschen am 26. Januar zur Evakuierung
- Stadt droht Isolation durch Strassenschäden, Alternativroute in Planung
- 25'000 Einwohner, 70 Einsatzkräfte, Schulen am Montag geschlossen
Risse im Asphalt, Schlammmassen und schwere Unwetter: Auf Sizilien sorgt ein Erdrutsch im Dorf Niscemi für einen Ausnahmezustand. 1000 Menschen mussten am Montag evakuiert werden, die Stadt droht, abzurutschen.
Aktuell arbeiten über 70 Einsatzkräfte daran, die Anwohner notfallmässig unterzubringen, berichtet «Rai News». Aufgrund der Lage blieben die Schulen am Montag geschlossen.
Bürgermeister Massimiliano Conti aktivierte zudem den städtischen Krisenstab und bezeichnete die Lage als «dramatisch». «Die Lage verschärft sich weiter, da es laufend zu weiteren Erdrutschen gekommen ist.»
Stadt droht, von Aussenwelt abgeschnitten zu werden
Die Stadt Niscemi hat rund 25'000 Einwohner und droht nun, von der Aussenwelt abgeschnitten zu werden. Die Strasse, die in den Ort führt, ist von einem tiefen Riss durchdrungen. Nun überlege man, eine Alternativroute zu bauen, erklärte Conti.
Die Inseln Sizilien und Sardinien wurden in den vergangenen Tagen von starken Regenfällen heimgesucht. Weiterhin gilt eine Warnung der Behörden für die nächsten 24 Stunden. Die Regierung Meloni hat derweil die Ausrufung des nationalen Notstands in den von den schweren Stürmen der letzten Tage betroffenen Regionen Sizilien, Sardinien und Kalabrien beschlossen. Dies ermöglicht der Regierung weitreichende Finanzhilfen.
Chaos in Neapel
Doch nicht nur diese Regionen sind betroffen. Auch weiter nördlich kämpfen Städte mit den Witterungsbedingungen. Im Zentrum von Neapel herrscht aufgrund von Überschwemmungen und Schlaglöchern ein Verkehrschaos.
In der Stadt Arenzano bei Genua kam es ebenfalls zu einem Erdrutsch. In der Region sind zahlreiche Strassen gesperrt.