Darum gehts
- Syrischer Mann plante 2024 in Bayern tödliche Terrorattacke, Prozess gestartet
- Er lud 60 Seiten IS-Dokumente mit Sprengstoffanleitungen aus dem Internet
- Generalstaatsanwaltschaft München erwartet Urteil über «staatsgefährdende Gewalttat» Ende Februar
Mohammad S.* (28) aus Syrien soll in Bayern eine Terrorattacke mit vielen Toten geplant haben. Wie deutsche Medien unter Berufung auf die Ermittler berichten, hortete der IS-Unterstützer zu Hause Bombenbau-Materialien und Anleitungen für Sprengstoffvorrichtungen.
Der 28-Jährige wurde 2024 verhaftet, am Montag beginnt der Prozess gegen den Mann. Wie «Focus Online» berichtet, hasste der Mann den Westen und war der Meinung, man müsse gegen «Ungläubige» kämpfen.
Anleitungen aus dem Internet heruntergeladen
Dafür lud er sich über 60 Seiten aus einem Dokument herunter, das von einem IS-nahen Militärinstitut stammt. In diesen Anleitungen sind offenbar Ammoniumnitrat und Motoröl als Komponenten erwähnt.
Im Fokus stehen laut «Focus Online» auch Informationen zur Herstellung des Sprengstoffs RDX, einem zentralen Bestandteil bei der Produktion von Fliegerbomben und Raketen. In den Anleitungen sind präzise Angaben zu finden. Die Verfasser erklären, welche Alternativstoffe man verwenden kann, wie man sich den Behörden entzieht und wo die Bestandteile zu bestellen sind.
«Staatsgefährdende Gewalttat»
Die Ermittler sind überzeugt, dass S. die Komponenten tatsächlich anwenden wollte und dabei viele Tote in Kauf nahm. Es scheint wahrscheinlich, dass der Syrer eine Diskothek oder Orte mit grossen Menschenansammlungen im Visier hatte.
Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft dem Mann die Vorbereitung einer «staatsgefährdenden Gewalttat» vor. Auf Anfrage von «Focus Online» äussert sich der Anwalt des Angeklagten nicht zu den Vorwürfen. Ein Urteil wird für Ende Februar erwartet.
* Name bekannt