Darum gehts
- Zwei Züge kollidierten nahe Machu Picchu, ein Toter, 40 Verletzte
- Der Lokführer eines Zuges starb, Nationalitäten vieler Verletzter unbekannt
- Täglich besuchen etwa 4500 Menschen die Weltkulturerbestätte Machu Picchu
Bei einem Frontalzusammenstoss zweier Züge in der Nähe der berühmten Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru ist ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens 40 weitere Menschen, darunter zahlreiche Touristen, wurden nach Behördenangaben vom Dienstag (Ortszeit) verletzt.
Die US-Botschaft in Peru teilte in einer Erklärung mit, dass sich unter den Verletzten auch US-Bürger befänden. Sie machte keine Angaben zur Anzahl der verletzten Amerikaner oder zum Ausmass ihrer Verletzungen. Die Nationalitäten der weiteren verletzten Touristen sind noch unklar. Von den Behörden hiess es, man arbeite daran, die verletzten Zugpassagiere zu identifizieren, von denen viele ausländische Besucher und die meisten schwer verletzt seien.
Wie Jonas Montani, Mediensprecher beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage von Blick mitteilt, befinden sich keine Schweizer Staatsangehörige unter den verletzten Personen.
Beim Toten handelt es sich der Staatsanwaltschaft zufolge um den Lokführer einer der beiden Züge. Von Passagieren an den Fernsehsender RPP gesendete Videos zeigten Verletzte, die neben den Gleisen lagen, und zwei zum Stillstand gekommene beschädigte Lokomotiven.
Schwer zugängliches Gebiet
Krankenwagen und medizinisches Personal wurden zu dem schwer zugänglichen Ort in einer abgelegenen Andenregion gebracht. Um zu der Touristenattraktion Machu Picchu zu gelangen, nehmen Besucher erst den Zug und anschliessend einen Bus.
Die Eisenbahngesellschaft Ferrocarril Transandino teilte mit, ein von PeruRail betriebener Zug sei gegen Mittag (Ortszeit) auf der eingleisigen Strecke, die die Stadt Ollantaytambo mit Machu Picchu verbindet, mit einem Zug der Gesellschaft Inca Rail kollidiert. Die Ursache für den Zusammenstoss war zunächst unklar.
Die seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe zählende alte Ruinenstadt wird laut dem peruanischen Tourismusministerium täglich von etwa 4500 Menschen besucht, darunter sind viele Ausländer.