Durchsuchung in Bremen
Todesdrohung gegen Gesundheitsminister Lauterbach

Wegen einer Todesdrohung gegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und des Betrieb eines illegalen Radiosenders hat die Polizei in Bremen die Wohnung eines 63-Jährigen durchsucht.
Publiziert: 03.02.2023 um 15:05 Uhr
Karl Lauterbach gerät immer wieder ins Visier von Querdenkern und gewaltbereiten Extremisten.

Wie die Beamten am Freitag in der Hansestadt mitteilten, soll der mutmassliche Anhänger der sogenannten Querdenkerszene Lauterbach in einem sozialen Netzwerk gedroht haben, ihn «mit Blei zum Schweigen» zu bringen. Ausserdem soll der Mann noch illegal mit Tabakwaren gehandelt haben.

Illegale Sendeanlage beschlagnahmt

Bei der Aktion vom Mittwoch beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem Beweismittel wie Datenträger sowie die illegale Sendeanlage des Manns, über die dieser demnach «ideologische Inhalte der Querdenkerszene» im örtlichen Umfeld verbreitete. Wegen des Piratensenders nahmen auch Spezialisten der Bundesnetzagentur an der Durchsuchung im Stadtteil Vahr teil.

Auch Tabakwaren wurden beschlagnahmt. Gegen den Mann wird wegen Bedrohung sowie Verstössen gegen das Telekommunikations- und Tabaksteuergesetz ermittelt. Lauterbach gerät wegen seiner Rolle in der Coronapandemie immer wieder ins Visier von Querdenkern und gewaltbereiten Extremisten.

(AFP)

Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare