Darum gehts
Jerome Powell: Werde mich dem politischen Druck nicht beugen
Anklage-Drohung laut Powell ein Vorwand zur Beeinflussung der Geldpolitik
US-Justizministerium wirft Powell eine angebliche Falschaussage vor dem Senat vor
US-Notenbankchef Jerome Powell (72) und Donald Trump (79) liegen schon lange im Streit. Nun droht das US-Justizministerium dem Chef der Federal Reserve (Fed) mit einer Anklage.
Für Powell sind die Ermittlungen indes nur ein Vorwand. «Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», erklärte er.
Vorwurf der Falschausssage
«Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt», sagte der Vorsitzende der Fed weiter.
Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.