Drohende Anklage
Fed-Chef Powell lässt sich von Trump nicht einschüchtern

Die US-Justiz will Fed-Chef Jerome Powell anklagen. Vorwurf: Falschaussagen zur Sanierung von Zentralbank-Gebäuden. Powell spricht von einem Einschüchterungsversuch.
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Donald Trump verlangt von Powell tiefere Zinsen. Doch dieser richtet seine Politik nicht nach den Wünschen des US-Präsidenten.
Foto: WILL OLIVER

Darum gehts

  • Jerome Powell: Werde mich dem politischen Druck nicht beugen

  • Anklage-Drohung laut Powell ein Vorwand zur Beeinflussung der Geldpolitik

  • US-Justizministerium wirft Powell eine angebliche Falschaussage vor dem Senat vor

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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

US-Notenbankchef Jerome Powell (72) und Donald Trump (79) liegen schon lange im Streit. Nun droht das US-Justizministerium dem Chef der Federal Reserve (Fed) mit einer Anklage. 

Für Powell sind die Ermittlungen indes nur ein Vorwand. «Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», erklärte er.

Vorwurf der Falschausssage

«Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt», sagte der Vorsitzende der Fed weiter.

Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.

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