Darum gehts
- Forscher entdecken neues Rembrandt-Gemälde im Rijksmuseum Amsterdam, gemalt 1633
- Das Gemälde war jahrzehntelang nur als Werk aus Rembrandts Werkstatt gesehen worden
- Zeichnung von Rembrandt im Februar für 11,5 Mio. Franken versteigert
Sensation in Amsterdam: Forscher des Rijksmuseums haben ein neues Gemälde des berühmten holländischen Malers Rembrandt van Rijn (1606–1669) entdeckt. Das Bild «Die Vision des Zacharias im Tempel» sei 1633 von Rembrandt gemalt worden, teilte das Rijksmuseum mit.
Jahrzehntelang hatte man angenommen, dass das Bild kein echter Rembrandt sei. «Danach war es eigentlich vom Radar verschwunden», sagte Museumsdirektor Taco Dibbits. Die Eigentümer hatten dann die Signatur von Rembrandt entdeckt und das Museum 2023 um eine Untersuchung gebeten.
Zwei Jahre lang untersucht worden
Zwei Jahre lang war es in den Ateliers des Museums mit den modernsten Techniken untersucht und mit anderen Werken des Malers verglichen worden. «Es ist zweifelsfrei ein echter Rembrandt», sagte Dibbits.
Das Gemälde ist in Privatbesitz. Die Eigentümer stellen es aber dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Ab Mittwoch ist es für die Öffentlichkeit zu sehen. Das Rijksmuseum besitzt bereits die grösste Sammlung von Rembrandts, darunter das Spitzenstück: «Die Nachtwache».
Werke von Rembrandt erzielen Spitzenerlöse
Bisher war man davon ausgegangen, dass das Bild nur aus Rembrandts Werkstatt kam. Diese Bilder sind deutlich weniger wert als echte Rembrandts. Doch nun hat sich der Wert des Gemäldes um ein Vielfaches gesteigert.
Werke von Rembrandt erzielen Spitzenerlöse: Zuletzt war im Februar eine Zeichnung von ihm für den Rekordpreis von 12,7 Millionen Euro (11,5 Millionen Franken) versteigert worden. Vor drei Jahren hatte das Amsterdamer Museum ein Gemälde für 175 Millionen Euro gekauft.
Das neuentdeckte Gemälde zeigt die biblische Geschichte des Hohen Priesters Zacharias. Ihm wird die Geburt eines Sohnes angekündigt, Johannes der Täufer. Rembrandt zeigt das reich verzierte Gewand des Priesters mit goldenen Ornamenten. Der überraschte Gesichtsausdruck zeigt Zacharias' Ungläubigkeit. «Es ist ein wunderschönes Beispiel für die einzigartige Art und Weise, wie Rembrandt Geschichten darstellt», sagte der Museumsdirektor.