Dickes Umsatzplus für US-Einzelhändler
Barschecks der Regierung fördern Kauflust der Amerikaner

Die US-Einzelhändler haben im März ein unerwartet dickes Umsatzplus eingefahren. Die Einnahmen stiegen um 9,8 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.
Publiziert: 15.04.2021 um 15:46 Uhr
Danke für den Scheck! Das Pandemie-Hilfspaket der US-Regierung treibt die Amerikaner in die Läden. (Archivbild)
Foto: Michael Ging

Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 5,9 Prozent gerechnet - nach einem Umsatzminus von 2,7 Prozent im Februar. Beflügelt wurde die Konsumlust der Bürger auch durch das billionenschwere Pandemie-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden, das unter anderem Einmalschecks in Höhe von 1400 Dollar für Millionen Amerikaner umfasst.

«In den USA herrscht Konsumrausch», so die Einschätzung von VP Bank-Chefökonom Thomas Gitzel. Die Verteilung der staatlichen Schecks und die deutliche Lockerung von Eindämmungsmassnahmen regten den privaten Verbrauch an. Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf sieht die Einzelhandelszahlen als gutes Omen: Es sei mit einem «kräftigen Konsumwachstum» zum Ende des ersten Quartals zu rechnen. Die Notenbank Fed werde sich dennoch nicht unter Druck sehen, schon bald von ihrem sehr lockeren Kurs abzuweichen.

(SDA)

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