Deutscher Kinderbuchautor von eigener Tochter umgebracht
«Mit Vernichtungswillen schlugen und stachen sie auf ihn ein»

Eine junge Frau muss sich vor dem Landgericht im deutschen Freiburg verantworten. Sie soll gemeinsam mit ihrem Freund ihren Vater erstochen haben.
Publiziert: 10.04.2024 um 09:10 Uhr
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Aktualisiert: 10.04.2024 um 09:25 Uhr
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Wolfgang W. soll von seiner eigenen Tochter ermordet worden sein.

Er schrieb Geschichten über «Marienkäfer Marie» oder «Wildschwein Max». Die Werke des bekannten deutschen Kinderbuchautors Wolfgang W.* (†67) waren bei Kindern im ganzen Land beliebt. Nun wird es keine weiteren Bücher geben. Denn: Der Schriftsteller wurde brutal ermordet – offenbar von der eigenen Tochter und deren Freund. Das berichtet «Bild».

Ina T.* (24) muss sich jetzt vor dem Landgericht Freiburg für die Bluttat verantworten. Neben ihr auf der Anklagebank nahm ihr Partner Alexander G.* (23) Platz.

Die brutalen Details der Horror-Tat

Oberstaatsanwalt Matthias Rall schilderte die Horror-Tat am ersten Prozesstag. Demnach soll das Paar am frühen Morgen des 18. Juli 2023 mit einer umfangreichen Mordausrüstung bei Wolfgang W. aufgekreuzt sein. Sie hatten ein Beil, ein Messer, einen Hammer und eine Eisenstange dabei. 

Um 5.40 Uhr drangen Ina T. und Alexander G. in die Wohnung von Inas Eltern in Freiburg ein. Wolfgang W. wurde wach, weil er die Geräusche hörte. Er wollte nachsehen, was los war, ging unbekleidet zur Haustür. 

Dann passierte es. «Mit Vernichtungswillen schlugen und stachen sie auf ihn ein», so Chef-Ankläger Rall. Von massiven Beilhieben getroffen, sank das Opfer zu Boden. Fünf Messerstiche in Brust, Rücken und Rumpfseite waren anschliessend das Todesurteil.

Die Mordlust der beiden mutmasslichen Täter soll daraufhin aber noch nicht gestillt gewesen sein. Sie sollen auch Ina T.s Mutter angegriffen haben – während die wehrlose Frau noch schlief. Wieder gab der Oberstaatsanwalt laut «Bild» schockierende Details zu Protokoll: Niere, Darm und Hauptschlagader wurden durchtrennt. Die Attacke überlebte sie nur dank einer Notoperation.

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Nahm Ina T. Drogen?

Nachbarn informierten schliesslich die Polizei. Das Paar flüchtete in eine Nebenstrasse, versteckte sich in einem mobilen WC.

Doris R.* (67), die Tante von Ina T. und Nebenklägerin, kann die Tat nicht nachvollziehen. «Ich werde für jeden Prozesstag nach Freiburg anreisen. Ich möchte wissen, warum mein Lieblingsbruder auf so grausame Weise sterben musste», sagt sie «Bild». 

Über ihre Nichte hat sie nichts Gutes zu sagen. «2016 kam Ina nicht zur Beerdigung ihrer Grosseltern. Danach hatte ich nichts mehr von ihr gehört. Nach der Tat hiess es, dass sie Drogen genommen haben soll.» Die Urteilsverkündung soll am 3. Juni 2024 erfolgen. (nad)

* Namen bekannt  

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