Der Brite Darren Buttrick überlebte das Coronavirus nur knapp
«Ich flehte, ich bettelte!»

Auf einer britischen Intensivstation hatte der 48-jährige Darren Buttrick nur 15 Minuten Zeit, um seine Liebsten anzurufen und sich zu verabschieden. Der Brite überlebt das Coronavirus und erzählt von seinem Leidensweg.
Publiziert: 05.05.2020 um 11:00 Uhr
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Aktualisiert: 05.05.2020 um 15:07 Uhr
«Ich flehte, ich bettelte!»: «Ich flehte, ich bettelte!»(02:01)

Der 48-jährige Darren Buttrick aus Coven in Staffordshire (Grossbritannien) infiziert sich im März mit dem Coronavirus. Der dreifache Familienvater zeigt zunächst nur leichte Symptome. Doch plötzlich verschlechtert sich sein Zustand.

Sofort wird Buttrick auf die Intensivstation des New Cross Hospitals in Wolverhampton gebracht. Dort muss ihm die Krankenpflegerin eine schreckliche Botschaft überbringen: Er hat 15 Minuten, Zeit um sich per Telefon von seiner Familie zu verabschieden, für den Fall, dass er die Station nicht mehr verlassen kann.

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Darren Buttrick überlebt das Coronavirus.

«Ich liebe sie, es war emotional, quälend und ich sass da und weinte»

Die Aussage versetzt den Briten in Todesangst: «Ich hatte Mühe, die Nummern auf meinem Telefon zu wählen», sagt Buttrick zu «Sky News».

Unter Tränen ruft er seine Liebsten an und teilt ihnen mit, dass dies das letzte Mal sein könnte, dass sie von ihm hören. «Es war einfach schrecklich, das erklären zu müssen. Ich liebe sie, es war sehr emotional, quälend und ich sass da und weinte», erzählt er.

Fieber steigt auf 40 Grad

Auch seine Frau erzählt von dem kurzen Telefongespräch: «Ich fiel zu Boden und war unfähig, mich zu bewegen. Es war, als müsste ich so lange mit ihm sprechen, bis er sein Bewusstsein verliert.»

Nach dem Telefonat geht es Buttrick immer schlechter: Das Fieber steigt auf 40 Grad und jeder Atemzug tut dem Briten weh: «Ich flehte, ich bettelte!», sagt er zu «Sky News».

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«Das sind Bilder, die du nicht mehr los wirst»

Eine Krankenspflegerin habe ihm aber versprochen: «Mach dir keine Sorgen, wir werden dich retten.» Danach wird er an Beatmungsgerät angeschlossen und ins Koma versetzt überlebt Buttrick. Mittlerweile geht es ihm besser. Er gilt als geheilt und ist wieder Zuhause bei seiner Familie.

Die Erlebnisse auf der Intensivstation und die Todesangst werde er aber nicht vergessen. Buttrick dazu: «Nur halb bei Bewusstsein die anderen Menschen zwei Tage lang auf der Intensivstation zu sehen, mit Röhren, Pumpen und Maschinen verbunden und diese Maschinen zu hören. Das sind Bilder, die du nicht mehr los wirst.» (sib)

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Das Coronavirus beschäftigt aktuell die ganze Welt und täglich gibt es neue Entwicklungen. Alle aktuellen Informationen rund ums Thema gibt es im Coronavirus-Ticker.

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