Darum gehts
- Ein Unbekannter spendete Osaka im November 2025 21 kg Gold
- Das Gold im Wert von 2,7 Millionen Franken ist für Wasserleitungen
- 2024 gab es über 90 Wasserrohrbrüche in der drittgrössten Stadt Japans
21 Kilogramm schwer, 2,7 Millionen Franken wert: Die Stadt Osaka hat von einem anonymen Spender jede Menge Goldbarren geschenkt bekommen.
Die wertvolle Gabe soll dazu beitragen, das veraltete Wassersystem der Stadt zu erneuern, wie Bürgermeister Hideyuki Yokoyama auf einer Pressekonferenz am Donnerstag bestätigte. Die Spende wurde bereits im November 2025 anonym übergeben, wie BBC berichtet.
«Ich habe nichts als Dankbarkeit»
Osaka, mit drei Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt Japans und ein wirtschaftliches Zentrum der Kansai-Region, kämpft wie viele Städte des Landes mit einer alternden Infrastruktur. Die Wasserleitungen der Stadt sind oft marode, was zu Sicherheitsproblemen führt. Im Jahr 2024 wurden mehr als 90 Wasserrohrbrüche unter den Strassen Osakas registriert, teilte das Wasserwerk der Stadt mit.
«Die Bekämpfung alternder Wasserleitungen erfordert enorme Investitionen. Ich habe nichts als Dankbarkeit», sagte Bürgermeister Yokoyama. Er beschrieb die Spende als «überwältigend» und fügte hinzu, er sei «sprachlos». Der Spender habe zuvor bereits 500'000 Yen (2500 Franken) in bar für die städtischen Wasserwerke gespendet, fügte er hinzu.
Tragisches Unglück wegen gebrochener Abwasserleitung
Die Wasserwerke von Osaka teilten mit, dass das Gold zur Bekämpfung der Rohralterung eingesetzt werde. Laut lokalen Medien haben mehr als 20 Prozent der Wasserleitungen in Japan ihre gesetzliche Lebensdauer von 40 Jahren überschritten. Dieses Problem betrifft viele Städte, darunter auch Osaka, wo die Gefahr von Lecks und sogar Senkungen zunimmt.
Das Risiko ist real: Im Jahr 2025 ereignete sich in der Präfektur Saitama ein tragisches Unglück, bei dem ein grosser Erdrutsch die Fahrerkabine eines Lastwagens verschluckte und dessen Fahrer ums Leben kam. Die Ursache war eine gebrochene Abwasserleitung. Der Vorfall führte zu einem landesweiten Aufruf, korrodierte Rohre schneller zu ersetzen. Allerdings haben finanzielle Engpässe die Fortschritte bei diesen Arbeiten gebremst.