An G7-Gipfel: Italiens Premierministerin schnappt sich Biden(00:34)

Dreckiger US-Wahlkampf
Manipuliertes Video zeigt angeblich verwirrten US-Präsidenten Biden

Der 81-jährige US-Präsident Joe Biden wirkt beim G7-Gipfel abwesend – auch wenn es eine gute Erklärung für die Szene gibt. Trumps Wahlkampfteam schlachtet die Bilder aus und bezeichnet Biden als senil.
Publiziert: 14.06.2024 um 16:13 Uhr
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Aktualisiert: 15.06.2024 um 12:17 Uhr
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Der US-Präsident Joe Biden soll vor den G7-Regierungschefs äusserst verwirrt gewirkt haben. Zumindest soll ein Video das beweisen.

Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Fassung wurde nicht deutlich, dass das Video manipuliert wurde, um Biden verwirrt darzustellen. Daher wurde der Text überarbeitet und mit weiteren Informationen ergänzt.

Er ist alt, senil und überhaupt nicht geeignet für das Amt des US-Präsidenten: Ein Video soll beweisen, wie schlimm es um Joe Biden steht. Es zeigt den US-Präsidenten auf dem G7-Gipfel in Süditalien während einer Show von Fallschirmspringern. Während alle anderen den Blick gen Himmel richten, starrt Joe Biden mit offenem Mund nach oben, wischt sich zwischendurch über die Lippen.

Auch sonst macht er keine gute Figur. Und das Wahlkampfteam schlachtet die Szene genüsslich aus. Nur: Die Aufnahme, die von der «New York Post» veröffentlicht wurde, zeigt nicht die Wahrheit. 

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Denn eine ungeschnittene Version zeigt ein anderes Bild: Ein Fallschirmspringer war gerade an der Stelle gelandet, auf die Biden kurz zuvor zuging, und sich damit von der Gruppe von Politikern löste. In der gekürzten Fassung scheint es so, als ob Biden verwirrt umherirrt. Tatsächlich lief er geradewegs auf einen anderen Fallschirmspringer zu, der ausserhalb des Bildes gelandet war. Ihm zeigte der US-Präsident einen Daumen nach oben. 

Biden leistet sich immer wieder Patzer

Der stellvertretende Pressesprecher des Weissen Hauses, Andrew Bates, bezeichnete den Bericht und das Video der «New York Post» am Freitag als «Lüge» und lobte Bidens «erfolgreiche Führungsrolle in Übersee, die unsere nationale Sicherheit voranbringt».

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich der siebenfache Grossvater Biden täglich Patzer leistet und nicht sonderlich agil daherkommt. Sein Gang ist steif – das bestätigt selbst der Leibarzt des Präsidenten in jedem veröffentlichten Gesundheitscheck. Der Demokrat bewegt sich nur langsam, nimmt Treppenstufen mit Vorsicht in Angriff. Nahezu bei jedem Auftritt verspricht er sich, bringt Sätze nicht zu Ende oder stolpert über komplizierte Wörter – und das nicht nur deshalb, weil er mit einem Stotter-Problem aufwuchs.

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Erstes TV-Duell gegen Trump

Biden verwechselt immer wieder Namen oder Nationalitäten ausländischer Staats- und Regierungschefs. Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron etwa machte Biden jüngst zu dessen Vorgänger, François Mitterrand. Als die Amerikaner im Frühling Lebensmittellieferungen aus der Luft für den Gazastreifen starteten, verkündete Biden versehentlich im Weissen Haus, die Essenspakete würden über der Ukraine abgeworfen.

In knapp zwei Wochen steht Biden eine echte Bewährungsprobe bevor: das erste TV-Duell gegen Trump. 90 Minuten Live-Debatte im Fernsehen gegen einen unberechenbaren Gegner, der mit seinen 78 Jahren zwar auch Senior ist und selbst ständig peinliche Fehler macht, aber gleichzeitig ein Meister der Show ist.

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