Beute war 15 Tonnen schwer
Diebe klauen in Bayern unbemerkt 600 Solarpanels

Dieben aus Deutschland ist es gelungen, 600 Solarpanels zu klauen. Sie schlugen in der Nacht zu und machten sich mit der tonnenschweren Beute unbemerkt aus dem Staub. Ein Einzelfall ist dies nicht.
Publiziert: 27.09.2023 um 18:36 Uhr
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In Bayern haben unbekannte Diebe 600 Solarpanels von einem im Bau stehenden Solarfeld geklaut.

Solarpanels werden immer beliebter. In der Schweiz wurden 2022 knapp 43'000 Photovoltaik-Anlagen installiert – das sind rund 59 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in Deutschland nimmt die Solarindustrie rasant zu. Darüber erfreuen sich nicht nur Klimabewusste, sondern auch Kriminelle. Seit Neuestem haben auch sie es auf Solaranlagen abgesehen.

In der bayerischen Stadt Landsberg am Lech ergaunerten Diebe in der Nacht auf Dienstag Solarpanels im Wert von 70’000 Euro. Unbemerkt luden sie 600 Panels in mehrere Fahrzeuge ein. Dann machten sie sich mit der 15 Tonnen schweren Beute vom Staub. Die Panels waren auf einem im Bau stehenden Solarfeld gelagert. 

Nicht das erste Mal

Es besteht aktuell schwerer Verdacht auf Bandendiebstahl. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden dringend gesucht. 

Da es nicht der erste Diebstahl dieser Art war, liegt nahe, dass es sich um organisierte Kriminelle handelt. Wie der «Spiegel» berichtet, wurden im rund 16 Kilometer entfernten Denklingen im Sommer ebenfalls Solarpanels geklaut. Damals haben die Diebe 800 Panels von einer Baustelle mitgehen lassen. Der Gesamtschaden: 100’000 Euro.

Auch in der Schweiz kam es zu Diebstählen

Wie SRF berichtet, häufen sich auch hierzulande die Diebstähle. Mehrere Kantonspolizeien bestätigten, dass Solarpanels regelmässig abhandenkommen. 

Giovanni Tino, Technischer Direktor Solarien Romand, sorgt sich. Auch bei ihm wurde schon geklaut. Gegenüber SRF erklärt er: «Solarpanels sind rar geworden. Wenn man die Entwicklung anschaut, wird es immer mehr Diebstähle geben.» Um ihre Panels zu schützen, haben einige Photovoltaik-Firmen bereits Massnahmen ergriffen. So wurden etwa Kameras installiert und Sicherheitspatrouillen eingesetzt. (mrs)

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