Bedrohung durch China
Taiwans Präsident will mehr Geld für Waffen

Angesichts wachsender Spannungen mit China hat Taiwans Präsident Lai Ching-te eine geplante Aufstockung des Verteidigungshaushalts verteidigt und das Parlament zur raschen Zustimmung aufgerufen.
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HANDOUT - Auf diesem vom taiwanesischen Präsidialamt veröffentlichten Foto hält der taiwanesische Präsident Lai Ching-te seine Neujahrsansprache im Präsidialamt in Taipeh. Foto: -/Taiwan Presidential Office/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

«Ich hoffe, dass Regierungs- und Oppositionsparteien zusammenarbeiten können, um sicherzustellen, dass entscheidende Verteidigungshaushalte so schnell wie möglich verabschiedet werden», sagte Lai in seiner Neujahrsansprache. Investitionen in die Landesverteidigung seien Investitionen in den Frieden.

China setze seine expansiven Ambitionen fort, sagte Lai. Die internationale Gemeinschaft beobachte daher genau, ob die Menschen in Taiwan den Willen hätten, sich selbst zu verteidigen.

Das chinesische Militär hatte diese Woche erneut grosse Manöver rund um Taiwan abgehalten. Beobachter werteten die Übungen unter anderem als Reaktion auf ein zuletzt genehmigtes US-Waffenpaket für Taipeh.

Die Inselrepublik Taiwan wird demokratisch regiert. China betrachtet Taiwan dagegen als Teil seines Staatsgebiets und droht mit einer gewaltsamen «Wiedervereinigung», falls eine friedliche Lösung ausbleibt.

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