Aussen hell, aber mit einer dunklen Vergangenheit
«American Murder»-Haus steht zum Verkauf

In den USA steht derzeit ein grosses, helles Haus zum Verkauf. Das Anwesen hat allerdings eine dunkle Vergangenheit. Es war einst Tatort eines Mordes.
Publiziert: 15.04.2024 um 14:38 Uhr
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Aktualisiert: 15.04.2024 um 14:39 Uhr
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Christopher Watts tötete 2018 seine Familie.

«Wow, ist das ein wunderschönes Zuhause! Zu diesem Preis gibt es in der Gegend nichts Vergleichbares zu verkaufen», lockt eine Ausschreibung für ein Fünfbetthaus mit vier Badezimmern in Colorado (USA). Das helle, geräumige Anwesen mit Blick auf die Rocky Mountains ist aktuell für 775'000 US-Dollar, also rund 707'000 Franken, auf dem Markt. Ein scheinbar unschlagbares Angebot. Und doch gibt es einen Haken. 

2018 ermordete der US-Amerikaner Christopher Watts (36) in dem damaligen Familienhaus seine schwangere Frau Shanann. Anschliessend erstickte er die beiden gemeinsamen Kinder. Seither verbüsst er fünf lebenslange Haftstrafen plus 48 Jahre Gefängnis ohne Möglichkeit auf Bewährung. 

Kinder mit Decke erstickt

Der Fall sorgte damals für grosses Aufsehen, bekam 2020 mit «American Murder: The Family Next Door» sogar eine eigene Netflix-Doku. Watts erwürgte seine Frau, nachdem sie von einer Geschäftsreise zurückgekommen war. Dann fuhr er mit der Leiche und seinen zwei Kindern im Gepäck zu Öllagertanks der Firma Anadarko Petroleum, wo er arbeitete. Shananns Leiche verbuddelte er in einem flachen Grab. Anschliessend erstickte er seine zwei Töchter mit einer Decke und legte ihre Leichen in die Lagertanks. 

In den darauffolgenden Tagen behauptete Watts, er habe mit dem Verschwinden seiner Familie nichts zu tun. Selbst im Fernsehen trat er auf und bat sie, zurückzukommen. 

Schwangere Frau (†34) und zwei Kinder (†3, †4): Amerikaner soll seine Familie umgebracht haben(01:13)

Während des Prozesses bekannte er sich dann aber doch zur Tat, um einer Todesstrafe zu entkommen. Seither sitzt der verurteilte Mörder im Knast. 

Haus wird zum zweiten Mal verkauft

Den Hauskredit konnte Watts nach der Verurteilung nicht mehr abbezahlen, weshalb der Kreditgeber das Grundstück zwangsvollstrecken liess. Jahrelang dauerte die Suche nach einem Käufer. Erst 2022 wurde das Haus, das Watts' Familie 2013 für rund 400'000 US-Dollar erwarb, für 600'000 US-Dollar verkauft. Wieso es nun erneut auf dem Markt ist, bleibt unklar.

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Die letzten Besitzer änderten offenbar nicht viel am Haus. Bodycam-Aufnahmen von Polizisten, die Watts nach dem Verschwinden seiner Familie einen Besuch abstatteten, zeigen das damalige Innenleben des Hauses. Die hellen Wände sowie eine Küche mit dunklen Holzschränken sind auf aktuellen Fotos des Inserats gleich. Lediglich von der Strasse aus macht das Anwesen eine neue Erscheinung: Die ehemals braune Aussenseite wurde weiss gestrichen. (mrs) 

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