«Anhaltende Lücken in der Immunität»
Masern sind zurück in Grossbritannien

Im Jahr 2024 wurden in Grossbritannien 3681 Masernfälle registriert. Grund ist laut WHO die zu niedrige Impfquote – für eine Herdenimmunität wären 95 Prozent nötig.
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Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten.
Foto: IMAGO/HalfPoint Images

Darum gehts

  • Grossbritannien hat Masernfrei-Status wegen Ausbruch im Jahr 2024 verloren
  • Impfquote liegt unter 95 Prozent
  • Gefahr von Hirn-, Lungen- und Mittelohrentzündungen

Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Grossbritannien wird von der Weltgesundheitsbehörde nicht mehr als masernfrei eingestuft. Zwei Jahre lang konnte das Vereinigte Königreich seinen Eliminierungsstatus aufrechterhalten.

Das Land hat den entsprechenden von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) vergebenen Status aufgrund der Ausbreitung der hoch ansteckenden Viruserkrankung im Jahr 2024 verloren, wie mehrere britische Medien unter Berufung auf die WHO und die britische Gesundheitsbehörde berichten. Dabei spielt demnach auch eine Stagnation der Impfquote eine Rolle.

Zu niedrige Impfquote

«Anhaltende Lücken in der Immunität» hätten 2024 in mehreren Ländern zu einem «Wiederaufleben von Masern» und anderen Krankheiten geführt, die durch Impfungen hätten verhindert werden können, teilte die WHO auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mit.

Von 2021 bis 2023 galten Masern im Vereinigten Königreich den Angaben nach als eliminiert. Dieser Status bedeutet unter anderem, dass es keine anhaltende lokale Übertragung der Krankheit für eine gewisse Dauer gibt. Im Jahr 2024 wurden in Grossbritannien laut PA 3681 Fälle von Masern registriert. Die Entscheidung der WHO lässt sich demnach auch auf die zu niedrige Impfquote unterhalb der für eine Herdenimmunität nötigen Schwelle von 95 Prozent zurückführen, die von der Behörde empfohlen wird.

Meistens ohne bleibende Schäden

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Kommt es zu einer Infektion, zeigen sich meist erst Fieber, Lichtempfindlichkeit und Entzündungen der Schleimhaut im Mund, anschliessend auch ein Hautausschlag. Die meisten Fälle heilen ohne bleibende Folgen, aber es besteht die Gefahr von Hirn-, Lungen- und Mittelohrentzündungen, die bleibende Schäden und im Extremfall den Tod verursachen können.

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