Amerikaner tötete 22 Frauen
Serienmörder von Zellennachbarn getötet

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat ein Amerikaner mutmasslich 22 Frauen umgebracht. Aber nur zwei Morde konnten ihm bis dato nachgewiesen werden. Jetzt wurde C. selbst ermordet – von seinem Zellennachbarn.
Publiziert: 21.09.2023 um 19:37 Uhr
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Aktualisiert: 21.09.2023 um 20:42 Uhr
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Der mutmassliche Serienmörder Billy C. ist von seinem eigenen Zellennachbarn getötet worden.

Ein 50-jähriger Amerikaner, der fast zwei Dutzend ältere Frauen ermordet haben soll, ist von seinem Zellengenossen in einem abgelegenen texanischen Gefängnis ermordet worden. Laut einer Sprecherin des staatlichen Justizministeriums wurde Billy C.* tot in seiner Zelle aufgefunden. 

Sein Zellengenosse sass ebenfalls wegen Mordes hinter Gittern. Er wurde als Täter identifiziert. Über seine Identität wollen die Behörden keine weiteren Details bekannt geben. Auch keine Angaben machten sie darüber, wie C. getötet wurde. 

Gewaltsam in Seniorenwohnheim eingedrungen

C. wurde wegen zweifachen Mordes zu zwei lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Behörden glauben, dass er auch für weitere Todesfälle in einem Zeitraum von zwei Jahren im Raum Dallas verantwortlich war. Er soll gezielt ältere Frauen angegriffen, getötet und anschliessend bestohlen haben. Zuerst wurden die Todesfälle immer auf natürliche Ursachen zurückgeführt – obwohl Angehörige sich über den fehlenden Schmuck verwundert zeigten.

C. wurde schliesslich festgenommen, als eine 91-jährige Frau einen Angriff überlebte und gegenüber den Strafverfolgungsbehörden Aussagen machen konnte. Sie schilderte, wie C. gewaltsam in ihre Wohngruppe für Senioren eingedrungen war. Dort hätte er versucht, sie mit einem Kissen zu ersticken und ihren Schmuck zu stehlen. Am Tag darauf gelang der Polizei die Festnahme – sein Diebesgut konnten sie sicherstellen. C. lieferte den Polizisten sogar noch einen Hinweis auf ein anderes Opfer. Denn: In einer Schmuckschachtel fanden die Beamten Dokumente einer 81-jährigen Frau, die später tot aufgefunden wurde.

Die Angehörigen der Opfer zeigten sich über den Tod von C. zugleich erleichtert und geschockt. Die Tochter eines Todesopfers erklärte: «Meine Mutter starb in Angst. Dieser Mann hat jetzt auch keinen friedvollen Tod gefunden. Es ist eine gewisse Erleichterung für mich, dass er nicht so leicht davongekommen ist.» (ene)

*Name bekannt

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