35 Jahre Haft
Harte Strafe für Australiens krebskranken «Veloräuber»

In Adelaide wurde der berüchtigte «Veloräuber» Kym Allen Parsons zu 35 Jahren Haft verurteilt. Der schwer an Krebs erkrankte Mann kann frühestens nach 28 Jahren entlassen werden.
Publiziert: 24.06.2024 um 11:00 Uhr
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Aktualisiert: 24.06.2024 um 11:03 Uhr
Sieht harmlos aus, ist er aber nicht: Kym Parsons
Foto: X @ExcellBeth
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AFPAgence France Presse

In Australien ist ein als «Veloräuber» bekannter Bankräuber zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Adelaide verurteilte Kym Allen Parsons (73) am Montag zu 35 Jahren Haft. Eine vorzeitige Haftentlassung kann er dem Urteil zufolge erst nach 28 Jahren beantragen. Der schwer krebskranke Mann hatte sich in dem Prozess des mehrfachen schweren Raubes schuldig bekannt.

Parsons hatte laut dem Sender ABC bis 2014 mehr als zehn Jahre lang Banken überfallen. Dabei war er oft mit einem Gewehr bewaffnet und trug eine Sturmhaube oder einen Motorradhelm. Weil er nach einigen Überfällen mit dem Velo flüchtete, wurde er in Australien als «Veloräuber» bekannt. Er soll insgesamt mehr als 350'000 australische Dollar (gut 208'000 Franken) erbeutet haben.

Mittlerweile leidet Parsons an Krebs in fortgeschrittenem Stadium und will einen Antrag auf Sterbehilfe stellen, wie ABC berichtete. Die Richterin Sandi McDonald verurteilte ihn trotzdem zu der langen Haftstrafe, um ihn für sein «moralisch verwerfliches» Verhalten zu bestrafen. «Sie werden im Gefängnis sterben», sagte sie bei der Urteilsverkündung.

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