Am Montag ereignete sich in der berühmten archäologischen Stätte Teotihuacán eine schwere Gewalttat, die zahlreiche Touristen in Panik versetzte. Ein bewaffneter Mann verschaffte sich Zugang zum Gelände und begab sich in den Bereich der Pyramide des Mondes, einem der meistbesuchten Orte der Anlage.
Dort eröffnete er plötzlich das Feuer auf Besucher. Viele Menschen warfen sich daraufhin aus Angst auf den Boden, während andere versuchten, zu fliehen oder sich zu verstecken. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen und grosser Verzweiflung. Trotz der schnell einsetzenden Panik gelang es einigen Personen, sich aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu entfernen.
Kurz nach den ersten Schüssen trafen Einsatzkräfte der Guardia Nacional ein. Sie begannen sofort damit, die Touristen aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren und sich gleichzeitig dem Täter zu nähern. In Videoaufnahmen ist zu hören, wie verzweifelte Augenzeugen die Beamten auffordern, schneller einzugreifen und den Angreifer zu stoppen.
Täter schoss von oben
Der Täter hatte sich offenbar auf eine erhöhte Position an der Pyramide begeben und setzte von dort aus seine Schüsse fort. Schliesslich konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Der Angreifer kam ums Leben – bislang ist jedoch nicht eindeutig geklärt, ob er sich selbst tötete oder von den Sicherheitskräften erschossen wurde.
Die Bilanz des Angriffs ist schwerwiegend: Eine Touristin aus Kanada wurde getötet, zudem erlitten 13 weitere Menschen Verletzungen, darunter auch ein Kind. Unter den Verletzten befinden sich mehrere ausländische Besucher verschiedener Nationalitäten.
Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum Pardo (63) schrieb auf X: «Was heute in Teotihuacán geschehen ist, schmerzt uns zutiefst. Ich drücke meine aufrichtigste Solidarität mit den Betroffenen und ihren Familien aus. Wir sind in Kontakt mit der kanadischen Botschaft.»
Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Ablauf der Tat sowie die Hintergründe des Angreifers zu klären.