Riana Fischer über ihren Papi
«Muss mich erst daran gewöhnen, dass er jetzt FCB-Trainer ist»

Riana sammelt beim FCZ Titel um Titel. Nun eifert Urs Fischer seiner Tochter mit dem FC Basel nach.
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Familienbande: Riana Fischer ist 20 und seit 2006 beim FCZ. Papi Urs ist 49. Er absolvierte 302 Ligaspiele für die Zürcher.
Foto: Pius Koller
Von Michael Wegmann

Wie einst jahrelang ihr Vater verteidigt Riana Fischer mit der Nummer 14 für den FCZ. Vor Vergleichen mit dem Papi, der bei den Zürchern Kultstatus geniesst, hat sie keine Angst. «Als Tochter ist das kein Problem. Söhne haben es sicher schwieriger.»

Dass ihr Vater ab sofort den grossen Rivalen aus Basel trainiert, ist auch für Riana noch seltsam. «Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass er jetzt Basel-Trainer ist.»

Riana ist wie einst ihr Vater FCZlerin durch und durch. Sie hat ihren Papi schon als junges Mädchen zu den FCZ-Spielen begleitet und Kabinenluft geschnuppert. Nur wegen ihm sei sie aber nicht Fussballerin geworden. «In unserer Siedlung hatte es nur Buben. Da haben wir halt immer Fussball gespielt.» Wenn er es sich einrichten kann, schaut sich Urs Fischer die Spiele der Tochter an.

Im Moment ist Riana gerade mit ihren Teamkolleginnen in Frankreich an einem internationalen Turnier. Wirklich ausgeschlafen dürfte sie nicht sein, schaut sie sich doch in der Nacht die Spiele der Frauen-WM an.

Dass ihr Vater das Angebot des FC Basel angenommen hat, ist für sie selbstverständlich. Riana: «Ich freue mich riesig für ihn, dass er diese grosse Chance bekommen hat. Und ich bin mir sicher, dass er es auch in Basel gut machen wird!»

Wer es in Basel gut macht, der sammelt wohl auch Titel. Im Sommer stemmten die Bebbi zum sechsten Mal in Folge den Meisterpokal in die Höhe.

Ähnlich dominant wie Riana mit ihren FCZ-Frauen, die letzte Saison einmal mehr das Double eingefahren haben. Keine Angst, dass ihr Papi plötzlich erfolgreicher wird?

Riana muss lachen und sagt. «Nein. Ich hoffe sehr für ihn, dass er mit dem FCB erfolgreich ist und dass er Pokale holen kann.»

Sorgen im internen Fischer-Duell muss sie sich ja auch vorerst keine machen. Die 20-Jährige liegt weit voraus: Sie hat mit den FCZ-Frauen bereits dreimal den Cup- und viermal den Meisterkübel in die Höhe gestemmt. Urs Fischer holte in elf Jahren FCZ nur den einen Cup-Titel im Jahr 2000.

Jetzt ist Fischer beim FCB. Wird er nun mit 49 auch noch zum Titel-Hamster wie seine Tochter beim FCZ?

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
24
15
43
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
24
-39
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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