Nach Attacke von Salatic
Jetzt kontert Skibbe die Alki-Vorwürfe

«Salatic wirft Skibbe Alkoholsucht vor», titelte SonntagsBlick. Nun schiesst Ex-GC-Trainer Michael Skibbe zurück.
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Skibbe über Salatic: «Er ist ein Riesenegoist. Seine Vorwürfe sind lächerlich!»
Foto: Keytone
Von Max Kern

Eine Missfallens-Kundgebung in dieser Deutlichkeit musste noch nie ein Captain einer Super-League-Mannschaft erleben. Es ist kurz vor dem Halbzeit-Pfiff, als in der GC-Kurve ein grosses Transparent in die Höhe gehalten wird. Die unmissverständliche Botschaft an den am Sonntag gesperrten Ex-Captain Vero Salatic (29): «Vero, verpiss di!». Auf Deutsch: Vero, verpiss dich!

Der Team-Leader, der weiter bekräftigt, dass er GC trotz Arbeitsvertrages bis 2021 Richtung Sion verlassen will, sieht das Transparent von der Tribüne aus. Dort sitzt er dick vermummt neben seinem Manager Milos Malenovic.

Unter dem Titel «Salatic wirft Skibbe Alkoholsucht vor» veröffentlichte SonntagsBlick ein geheimes GC-Dokument. Darin schreibt GC unter anderem: «Vero, Du hast wiederholt (...) den Vorwurf erhoben bzw. gezielt Gerüchte gestreut, unser Cheftrainer sei der Alkoholsucht verfallen.»

Michael Skibbe (49) kontert am Sonntag in der Türkei am Handy. Der Ex-GC-Trainer zu BLICK: «Jetzt erkennt ganz GC und alle Zürcher, wie Vero gestrickt ist: Ein Riesenegoist, der seine Persönlichkeit vor alles stellt. Ganz armselig, wie sich Vero verhält. Ein solch schlechtes Niveau hätte ich nicht mal ihm zugetraut. GC hat dem Ganzen leider den Nährboden geliefert. Aber: Ich habe die 18 Monate bei GC mit meinen Assistenten, den Spielern und den Fans sehr genossen.»

Zu Salatics Alkohol-Vorwürfen sagt Skibbe: «Das entbehrt jeder Grundlage, lächerlich. Und ich bin in den ganzen 18 Monaten nur dreimal zu spät zum Frühstück gekommen. Immer wegen Staus im Gubrist-Tunnel. Ich habe jeweils eine Stunde vorher meinen Assistenten Zoltan Kadar telefonisch informiert. Aber: Ich war nie zu spät bei einem Training.»

Wie gehts weiter mit Salatic? Geht er jetzt zu Sion? GC-Boss Stephan Anliker auf SRF: «Das ist ein Prozess. Ich kann nicht sagen, wohin dieser Prozess führt.» 4 Millionen verlangte GC.

Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
7
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
8
Servette FC
Servette FC
33
0
40
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
10
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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