«Fussball macht frei»
St. Galler Fans sorgen für Nazi-Skandal

Beim Auswärtsspiel in Luzern hängt im St. Galler Fansektor ein Banner, das an den Holocaust des Nazi-Regimes erinnert.
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«Fussball macht frei»: Das Schock-Plakat der St. Gallen-Fans in Luzern.
Foto: Benjamin Soland
Von Matthias Dubach

Beim 2:6-Debakel in Luzern leistet sich die St. Galler Mannschaft eine ganz schwache Vorstellung. Einige Espen-Fans stehen ihrem Team in Nichts nach. Im Gästesektor wird ein Spruchband mit Anlehnung an das dritte Reich aufgehängt!

Was für ein Skandal.

«Fussball macht frei», ist zu lesen. Die Wortfolge und sogar die optische Darstellung erinnert an die Parole des Nazi-Regimes, das über die Eingangstore ihrer Konzentrationslager jeweils «Arbeit macht frei» zu schreiben pflegte.

Ein Spruchband, das an den Holocaust mit rund 6 Millionen Toten erinnert. Eine Entgleisung sondergleichen. Schwarzer Humor, über den niemand lacht.

Das Banner dürfte die Antwort auf die Aktion der Luzerner Fans beim Gastspiel in St. Gallen gewesen sein. Damals trieben FCL-Fans auf dem Weg zum Stadion einen als Juden und St. Gallen-Fan verkleideten Mann vor sich her.

Die Staatsanwaltschaft Luzern prüft nun, ob allenfalls eine Strafuntersuchung eröffnet wird.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
24
28
55
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
24
15
43
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
24
8
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
24
-39
14
Meisterschaftsrunde
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