Von Bruder Erdin bis «Mischler-Max» Wer beim Shaq-Megadeal alles mitkassiert

BASEL - Xherdan Shaqiri (20) verdient bei Bayern ein Grundgehalt von mindestens 1 Million Franken netto. Wer kassiert die Transfersumme von 15 Millionen? Brisant: Auch «Mischler-Max» reibt sich die Hände.

  • Publiziert: 10.02.2012
  • Von Andreas Böni und Benny Epstein
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Der Megadeal um unseren Zauberzwerg ist im Trockenen. Shaqiri steigt in die Lederhosen. Ein Transfer in dieser Grössenordnung ist auch ein tage- und wochenlanges Gefeilsche um Geld.

Klar ist: Von der geschätzten Transfersumme von 15 Millionen Franken erhält der FC Basel den Löwenanteil. Zwischen 80 und 90 Prozent bleiben beim Klub hängen.

Und der Stammverein, bei dem Klein-Shaqiri die ersten fussballerischen Gehversuche gemacht hat? Im Fall von Shaqiri geht der SV Augst leer aus. Weil «Shaq» bereits als Zehnjähriger zum FCB kam. Kohle gibts keine. Aber dem SV Augst bleibt der Stolz auf seinen berühmtesten Sohn. Präsident Bruno Resenterra sagt: «Xherdan kommt immer wieder gerne zu uns zurück. Ich schätze seinen Charakter sehr, weil er nicht vergisst, woher er kommt.»

Üblich ist bei einem solchen Transfer auch ein «Handgeld» für den Spieler, das als Beteiligung bei Transfers vor Ablauf der Vertragsfrist definiert ist.

Und dann gibt es noch die Spielerberater und Vermittler.

Im Fall von Shaqiri hat den Deal der Deutsche Wolfgang Vöge abgewickelt. Er hat in Deutschland ein hervorragendes Beziehungsnetz. Bei der Vertragsunterzeichnung in München waren auch Berater Arber Sakiri und Erdin Shaqiri mit dabei. Der Bruder von Xherdan arbeitet mittlerweile für Vöge.

Und: Auch der frühere Shaqiri-Berater Max Urscheler dürfte partizipieren. «Mischler-Max» hat sich schon vor Jahren beim blutjungen Shaqiri gewisse Rechte gesichert. «Kein Kommentar», heisst es beim Büro Urscheler. Man reibt sich die Hände und freut sich am Lotto-Sechser.

Ein solcher Coup ist jüngst auch dem Vermittler Marcel Schmid beim Transfer von Admir Mehmedi gelungen.

Auch Schmid ist nicht mehr aktueller Berater von Mehmedi. Abgewickelt hat auch diesen Transfer Vöge. Aber auch für Schmid war vor wenigen Wochen der Mehmedi-Transfer zu Dynamo Kiew ein lukratives Geschäft. Weil er sich früh gewisse Rechte gesichert hat.

Im Millionenbusiness Fussball muss man auch gut pokern können.

Alle Kommentare (1)

  • Ruedi  Lanz , Aarburg
    Das wochenlange Theater um Shaqiri gibt mir schon lange zu denken. Wetten, dass er schon bald wieder Heimweh nach seinem FCB haben wird, weil er in München vorwiegend auf der Ersatzbank verweilen muss!
    • 10.02.2012
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Top 3

1 Episoden aus 30 Trainingslagern Alex Frei packt ausbullet

Runde 33 Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 33 59:30 66
2 GC 33 41:30 60
3 St. Gallen 33 49:32 56
4 Zürich 33 54:42 49
5 Sion 32 36:45 45
6 Thun 33 41:42 44
7 YB 33 44:43 42
8 Luzern 33 35:46 36
9 Lausanne 33 25:47 27
10 Servette 32 24:51 23

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