Das meint Blick
Peischl-Abgang bei St. Gallen wäre kein Drama!

St. Gallen-Sportchef Heinz Peischl (51) zögert mit seiner eigenen Vertragsverlängerung. Blick-Fussballchef Andreas Böni analysiert die Situation.
Kommentieren
1/4
Verlässt Heinz Peischl den FC St. Gallen?
Foto: Keystone

Heinz Peischl spielt die beleidigte Leberwurst und verlängerte seinen Ende Jahr auslaufenden Vertrag bisher nicht. Er mag Gründe haben. Aber es gibt ebenso viele Argumente, die dafür sprechen, ohne ihn weiterzuarbeiten.

Was vorgefallen ist: Peischl wird bei der Suche des Technischen Leiters für das Future Champs Ostschweiz übergangen. Obwohl er auf dem Papier für den Nachwuchs verantwortlich ist.

Ein Vertrauensbruch, der schwer zu kitten ist. Vor allem – so erzählt man es sich in der Ostschweiz – weil der eine oder andere zweifelhafte Berater innerhalb des Klubs um Einfluss buhlt. Und damit die Besetzung des Technischen Leiters entsprechend beeinflussen konnte.

Das Übergehen Peischls war nicht die feine Art. Doch der St. Galler Sportchef muss sich die Frage stellen lassen, ob seine Arbeitsmethodik im Jahr 2015 noch zeitgemäss ist.

Da ist sein Umgang mit Spielerberatern. Als Sportchef in dieser Szene braucht man die gut vernetzten Vermittler. Peischl brüskiert sie dauernd. Ein Fehler.

Da ist sein Umgang mit Medien. Er verabscheut soziale Netzwerke. Mit Journalisten spricht er nicht, schiebt stets den Mediensprecher vor. Eine veraltete Arbeitseinstellung in der Unterhaltungsindustrie Fussball.

Dazu kommt das Kerngeschäft: Im Kader sind keine überragenden Talente – weder eingekaufte noch selbst entwickelte. Man wird in diesem Sommer keinen Akteur teuer verkaufen können.

Dass Peischl nun also daran denkt, hinzuschmeissen, kann man ihm nicht verübeln. Ein Drama wäre der Abgang nicht.

Im Gegenteil: Nach diesen Vorkommnissen wagt der FC St. Gallen besser einen Neuanfang.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
24
15
43
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
24
-39
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen