4 archäologische Fakten Alte Steine in neuen Computern

US-Forscher perfektionieren Methoden, um archäologische Stätten für die Nachwelt zu erhalten. Der Schlüssel: 3D-Scans.

Der antike römische Tempel Baal Shamin in Palmyra wurde von der IS-Miliz zerstört. play

Der antike römische Tempel Baal Shamin in Palmyra wurde von der IS-Miliz zerstört.

Reuters

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1. Archäologische Monumente in Gefahr
Was von Archäologen ausgegraben wird, ist nicht automatisch in Sicherheit. Im Gegenteil. Die Online-Zeitschrift «Science» berichtet, dass täglich historische Stätten rund um die Welt beschädigt werden: vom Wetter, von Umweltverschmutzung, von Vandalen – sogar von Terroristen, wie die mutwillige Zerstörung der Ruinen von Palmyra durch die IS-Miliz letztes Jahr zeigte.

2. Nicht alles kann wieder aufgebaut werden
2001 sprengten die islamistischen Taliban in Afghanistan die uralten Buddha-Statuen von Bamiyan. Seither gibt es immer wieder Versuche, sie wieder aufzubauen. Abgesehen von den Gefahren des Bürgerkriegs ist das Haupthindernis ganz banal: Man hat nur noch Foto-Ansichten, kein Modell, nach dem man arbeiten könnte.

3. Der Computer muss helfen
In Bamiyan installierten Chinesen als Übergangslösung eine 3D-Projektion. Die Lösung für künftige Rekonstruktionsprobleme kommt aus derselben Ecke, wie «Science» berichtet. Forscher entwickeln jetzt nämlich Methoden, wie man von jedem Monument einen 3D-Schnappschuss fürs Computerarchiv machen kann. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, eine «Bauanleitung» zu erstellen.

4. Computer-Lego für Archäologen
An einer Konferenz in Washington stellte ein Team, das an einer Ausgrabung in Mexiko arbeitet, ein 3D-Modell eines uralten Altars vor. Dieses Relikt aus der Zeit der Olmeken vor 3000 Jahren brannte vor einem Jahr ab. Glücklicherweise hatte das Team den Altar aber vor drei Jahren in einen Computer gescannt. Und zwar nicht nur als Bild: Die Software kann den Altar auch virtuell in seine Bausteine zerlegen. Die Forscher hatten sogar weitere Einzelheiten entdeckt, die ihnen zuvor am Original noch nicht aufgefallen waren.

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Publiziert am 17.02.2016 | Aktualisiert am 17.02.2016
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