Ausflugs-Tipp fürs Tessin: Falknerei Locarno Ganz nah dran an den Greifvögeln

So nah wie in der Falconeria in Locarno wird man Greifvögeln wohl nirgendwo anders kommen. Ausserdem erfährt man bei der Flugvorstellung viel Wissenswertes über die Räuber der Lüfte.

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Die Falknerei, das heisst das Jagen mit Greifvögeln, entstand vermutlich vor etwa 4000 Jahren in Zentralalsien. Pio Nesa, der Falkner von Locarno, hält diese alte Kulturform im Tessin am Leben. In der Falconeria treffen unbändige Natur und menschliche Kultur aufeinander und bilden – in zwei 45-minütigen Shows pro Tag – eine faszinierende Verschmelzung, die immer mehr Menschen in ihren Bann zieht. Von Dienstag bis Sonntag fliegen Adler, Falken, Raben, Eulen und Geier um 11 Uhr vormittags und 15 Uhr nachmittags. Doch die Greifvogelshow bietet mehr als beeindruckende Vogelflüge: Dressurreiter zeigen, wie diszipliniert das Fluchttier Pferd bei einer Jagd mit Greifvögeln geritten werden kann. Im Anschluss an die Show können Kinder beim Ponyreiten ihre ersten Gehversuche auf dem Pferderücken starten.

Die Vögel kommen immer wieder zurück

Zwei Mal am Tag lässt der Falkner Pio Nesa seine Greifvögel frei fliegen. Nichts hält die stolzen Tiere davon ab, einfach davonzufliegen und nie wieder zurückzukommen. Doch die Vögel der Falconeria kehren immer wieder zurück. Die Falknerei in Locarno ist ihr Zuhause. Pio Nesa hat es einmal so erklärt: «Sie wohnen hier, hier ist ihr Nest, hier bekommen sie Futter, warum sollten sie wegfliegen wollen?» Die edlen Tiere fühlen sich derart wohl in ihren Volieren, dass die Falknerei sich immer wieder über Jungtiere freuen kann. Im letzten Jahr zum Beispiel kamen Uhu-Küken auf die Welt, in diesem Frühling Falken. Auch ausserhalb der Shows können die Greifvögel der Falknerei beobachtet werden. Die Volieren hinter der grossen überdachten Tribüne können zwischen 11 und 16.30 Uhr besucht werden.

Kolkraben bleiben einander ein Leben lang treu

Besonders beeindruckend bei der Flugvorführung ist die Nähe der Zuschauer zu den Greifvögeln. Der Falkner und seine Gehilfen lassen die Vögel über die Köpfe der Zuschauer hinwegfliegen. Manchmal so nahe, dass der ein oder andere von den Flügelspitzen der Tiere gestreift wird. Ausser der körperlichen Nähe zu den stolzen Federtieren, beeindrucken besonders auch die vielen wissenswerten Fakten zur Falknerei und zu den Greifvögeln. Denn Pio Nesa erklärt auf Deutsch und auf Italienisch, dass Kolkraben ihrem Partner ein Leben lang treu bleiben, dass der Gerfalke mit einer Flügelspannweite eines Mäusebussards der grösste Falke ist und dass der Gänsegeier einen langen, nackten Hals hat, um auch die letzten Fleischreste eines Kadavers zu erreichen und sich dabei nicht zu sehr zu verschmutzen.

Weitere Infos
falconeria.ch
www.ascona-locarno.com
www.ticino.ch

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Publiziert am 04.05.2016 | Aktualisiert am 04.05.2016
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